BASF Aktie: China-Wette belastet
Der Ludwigshafener Chemiekonzern baut in China seinen mit Abstand größten Auslandsstandort – für zehn Milliarden Euro. Während die Bauarbeiten in Zhanjiang auf Hochtouren laufen, kämpft die Aktie mit der 45-Euro-Marke. Die Strategie ist klar, doch die Risiken sind es auch.
Die wichtigsten Fakten zum Zhanjiang-Projekt:
- Investitionsvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro – größte Einzelinvestition der Firmengeschichte
- Drittgrößter Verbundstandort weltweit nach Ludwigshafen und Antwerpen
- China macht rund 50 Prozent des globalen Chemiemarktes aus
- Kritiker warnen vor zu starker geopolitischer Abhängigkeit
Kamieth verteidigt Kurs
CEO Markus Kamieth hält an der Strategie fest. Sein Argument: Ohne massive Präsenz im größten Chemiemarkt der Welt droht BASF den Anschluss zu verlieren. Die Kehrseite dieser Medaille ist eine deutlich erhöhte Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung in Asien. Für Anleger bedeutet das: Die Kursentwicklung hängt künftig noch stärker am wirtschaftlichen Erfolg Chinas.
Parallel dämpft der Konzernchef die Erwartungen für das laufende Jahr. Eine spürbare Nachfragebelebung in Europa bleibt aus. BASF setzt daher auf Kostenkontrolle und interne Effizienzprogramme, um die Margen zu stabilisieren.
Charttechnik: Gefangen in der Spanne
Der Titel notiert bei 44,78 Euro und bewegt sich seit Wochen in einer engen Handelsspanne. Die Unterstützung zwischen 40 und 42 Euro hat bisher gehalten. Nach oben hin blockiert jedoch die Zone um 48 Euro jeden Ausbruchsversuch. Ein nachhaltiger Sprung über 45 Euro wäre das erste Zeichen für eine mögliche Bodenbildung.
Die Volatilität von über 70 Prozent auf Jahressicht zeigt, wie nervös der Markt auf jede Nachricht zu China und zur europäischen Konjunktur reagiert.
Ausblick bleibt verhalten
Die BASF-Aktie ist eine Wette auf den Erfolg der China-Strategie und eine Stabilisierung der Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte. Das Projekt in Zhanjiang bindet massive Ressourcen, soll den Konzern aber langfristig wettbewerbsfähig halten. Kurzfristig fehlen die Impulse für eine dynamische Kurserholung – der Titel bleibt vorerst in seiner Seitwärtsbewegung gefangen.
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