BASF schreitet beim Portfolioumbau voran und lanciert neue Produktvarianten mit reduziertem CO₂-Fußabdruck – doch das operative Umfeld bleibt schwierig. Hohe Energiekosten, schwache Industrienachfrage und geopolitische Unsicherheiten belasten das Geschäft. Wie gut ist der Konzern für 2026 aufgestellt?

Der Unternehmensbereich Intermediates führt neue Produktvarianten mit reduziertem Product Carbon Footprint (rPCF) für vier Kernprodukte ein: Butandiol (BDO), Tetrahydrofuran (THF), PolyTHF® und N-Methylpyrrolidon (NMP), alle hergestellt am Verbundstandort Ludwigshafen. Der CO₂-Fußabdruck dieser Varianten liegt mindestens zehn Prozent unter dem der jeweiligen Standardprodukte – erreicht durch emissionsärmere Rohstoffe und Prozessenergien. Kunden aus Automotive, Pharmazie oder Elektronik können die neuen Varianten nutzen, ohne ihre bestehenden Produktionsprozesse anpassen zu müssen. Das senkt die Einstiegshürde erheblich.

Portfolioumbau mit konkreten Schritten

Die neuen Produkte sind Teil eines breiteren Umbaus. Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel wurde Ende Februar abgeschlossen, die Lacksparte soll im zweiten Quartal folgen. Flankierend läuft bis Juni 2026 ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Milliarden Euro.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BASF?

Auch beim Kostensparen kommt BASF voran: Bis Ende 2025 wurden jährliche Einsparungen von rund 1,7 Milliarden Euro erreicht – 100 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Das Ziel für Ende 2026 liegt bei 2,3 Milliarden Euro. Seit Ende 2023 wurden 4.800 Stellen abgebaut, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT sind geplant. Die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 werden um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro reduziert.

Gegenwind bleibt erheblich

Trotz der operativen Fortschritte bleibt der Ausblick verhalten. Vorstandschef Markus Kamieth rechnet weder mit einer konjunkturellen Belebung noch mit einer Entspannung der geopolitischen Lage. Für 2026 erwartet BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Allein die Dollarschwäche könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten.

Strukturell bleibt Europa das zentrale Problem. Kamieth warnte, dass Investitionen im europäischen Chemiesektor 2025 aufgrund hoher Energie- und CO₂-Kosten um 80 Prozent eingebrochen sind. BASF als einer der größten Einzelverbraucher von Gas und Strom in Deutschland spürt diesen Druck direkt.

Beim Free Cashflow plant das Management für 2026 mit 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro – nach 1,34 Milliarden Euro im Vorjahr, einem Wert, der die Dividende von 2,25 Euro je Aktie nicht vollständig abdeckte. An dieser Ausschüttungshöhe will BASF dennoch festhalten. Ex-Dividenden-Tag ist der 4. Mai 2026, die Zahlung folgt am 6. Mai. Die Aktie notiert aktuell rund 14 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom März 2025 – das spiegelt die anhaltende Skepsis des Marktes gegenüber einer schnellen Erholung wider.

BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 09. März liefert die Antwort:

Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...