Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen zieht die Zügel straffer an. Nachdem die Prognose für das laufende Jahr die Erwartungen der Analysten verfehlt hat, verschärft das Management den Restrukturierungskurs deutlich. Während die Dividende überraschend stabil gehalten wird, werfen der schwache Cashflow und die trüben Marktaussichten Fragen zur Nachhaltigkeit der Ausschüttung auf.

Prognose verfehlt Erwartungen

CEO Markus Kamieth dämpfte die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung spürbar. Für das Jahr 2026 stellt BASF ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBITDA) von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelwert dieser Spanne liegt klar unter den Konsensschätzungen des Marktes. Verantwortlich für die Zurückhaltung sind fehlende konjunkturelle Impulse und geopolitische Spannungen.

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Zusätzlich belasten Währungseffekte das Geschäft. Allein die Schwäche des US-Dollars könnte das Ergebnis im ersten Quartal erheblich drücken. Die Skepsis des Marktes spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der auf Jahressicht bereits über 16 Prozent eingebüßt hat und zuletzt bei 45,24 Euro notierte.

Radikaler Umbau als Antwort

Die Reaktion auf die schwache Nachfrage fällt drastisch aus. Das jährliche Einsparziel wurde von 1,6 auf 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 angehoben. Ein Großteil dieser Summe soll durch Personalabbau realisiert werden. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen gestrichen, weitere Kürzungen in der Verwaltung stehen an. Zudem verlagert der Konzern Funktionen kosteneffizient nach Indien und Malaysia.

Auch bei den Investitionen setzt das Management den Rotstift an. Um den Cashflow zu schützen, werden die Sachinvestitionen bis 2029 um 20 Prozent gekürzt. Selbst strategisch wichtige Projekte wie in China werden zeitlich gestreckt, um die Kapitalkosten im Griff zu behalten.

Dividende stabil, aber nicht gedeckt

Für Einkommensinvestoren gibt es trotz der operativen Probleme ein positives Signal: BASF hält an der Dividende von 2,25 Euro je Aktie fest. Doch die Finanzierung dieser Ausschüttung steht auf wackeligen Beinen. Der freie Cashflow lag im vergangenen Jahr bei lediglich 1,34 Milliarden Euro und deckt damit die benötigte Summe von rund 2 Milliarden Euro nicht ab.

Diese Lücke im operativen Geschäft erhöht den Druck, durch den Verkauf von Unternehmensteilen Liquidität zu generieren. Der Verkauf der Lacksparte soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen sein, während die Agrarsparte bereits für einen möglichen Börsengang im Jahr 2027 vorbereitet wird.

Analysten uneins über die Zukunft

Die Expertenmeinungen zur BASF-Aktie gehen weit auseinander. Während Goldman Sachs weiterhin zum Kauf rät, bleiben andere Häuser wie J.P. Morgan skeptisch und votieren mit „Sell“. Analysten werten die Maßnahmen zwar als notwendigen Schritt zur Kostensenkung, sehen aber in der schwachen Nachfrageentwicklung weiterhin das Hauptrisiko.

Das Jahr 2026 wird zur entscheidenden Bewährungsprobe für den Konzernumbau. Anleger richten ihren Blick nun auf die Hauptversammlung am 30. April in Mannheim. Dort muss der Vorstand aufzeigen, ob die beschleunigten Sparmaßnahmen ausreichen, um die strukturelle Schwäche im Kerngeschäft zu kompensieren.

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