Barrick gerät in seinem wichtigsten Gemeinschaftsprojekt unter Druck. Partner Newmont hat eine formelle „Default“-Mitteilung ausgesprochen und wirft dem Betreiber Fehlsteuerung bei Nevada Gold Mines (NGM) vor. Das ist mehr als ein normaler Zwist – denn der Konflikt trifft Barricks Plan, nordamerikanische Gold-Assets in eine eigene Einheit auszugliedern, an einer zentralen Stelle.

Newmont setzt 30-Tage-Frist

Newmont teilte mit, man habe Barrick und den NGM-Vorstand bereits Ende Januar auf Hinweise für Missmanagement hingewiesen. Im Kern geht es um den Vorwurf, Barrick habe Ressourcen bei NGM abgezogen, um das vollständig eigene Fourmile-Projekt zu begünstigen.

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Am 3. Februar folgte dann die formelle Default-Mitteilung auf Basis des Joint-Venture-Vertrags von 2019. Der Vertrag sieht vor: Barrick hat 30 Tage Zeit, das Problem zu beheben oder zumindest konkrete Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Kommt es zu keiner Lösung, kann der Streit vor ein Gericht in Nevada gehen.

Ein wichtiger Hintergrund ist die Machtverteilung im Joint Venture. Barrick hält 61,5% an NGM, Newmont 38,5%. Barrick führt das operative Geschäft und stellt drei der fünf „Board Manager“. Newmont-CEO Natascha Viljoen bestätigte den Schritt laut einem Bericht im Rahmen einer Ergebnis-Telefonkonferenz und verwies auf operative Performance und Management von NGM.

Barrick widerspricht – und verweist auf Vertraulichkeit

Barrick-Chef Mark Hill wies die Vorwürfe zurück, betonte jedoch Einschränkungen bei der öffentlichen Kommunikation. Man sei durch die Vereinbarungen des Joint Ventures begrenzt, was Details angeht, und setze auf „konstruktive Zusammenarbeit“ mit Newmont.

Wie schnell der Konflikt beigelegt werden kann, ist zentral – denn Barrick will nordamerikanische Gold-Aktivitäten abspalten. In der geplanten Einheit sollen neben dem Anteil an NGM auch das Fourmile-Entwicklungsprojekt sowie Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik gebündelt werden. Auch Pueblo Viejo wird als Joint Venture mit Newmont betrieben. Damit hängt das Vorhaben gleich an mehreren Stellen von einer funktionierenden Partnerschaft ab.

RBC-Analyst Josh Wolfson hatte zuvor hervorgehoben, dass NGM grob rund 60% des Barrick-Marktwerts ausmachen soll – entsprechend hoch ist die Bedeutung des Assets für jede Strukturmaßnahme.

Mali-Streit beigelegt, starke Q4-Zahlen

Operativ hatte Barrick zuletzt an anderer Stelle für mehr Klarheit gesorgt: Der Streit mit Mali um den Loulo-Gounkoto-Komplex wurde durch eine Einigung beendet. Barrick zahlte dabei laut Reuters rund 430 Mio. US-Dollar; Mali ließ im Gegenzug Vorwürfe fallen und setzte vier festgehaltene Mitarbeiter frei. Im Dezember übernahm Barrick wieder die operative Kontrolle. Zusätzlich verlängerte Mali die Loulo-Bergbaulizenz per Regierungsdekret um zehn Jahre.

Finanziell meldete Barrick für das vierte Quartal 2025 am 5. Februar Rekordwerte: 6 Mrd. US-Dollar Umsatz (+65% zum Vorjahr), 2,73 Mrd. US-Dollar operativen Cashflow und 871.000 Unzen Goldproduktion. Die Quartalsdividende stieg auf 0,42 US-Dollar je Aktie, ein Plus von 140%. Für 2026 stellte Barrick 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen Goldproduktion in Aussicht und kalkuliert mit All-in Sustaining Costs (AISC) von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze.

Der nächste konkrete Taktgeber liegt nun in der 30-Tage-Frist aus der Default-Mitteilung: Innerhalb dieses Zeitfensters muss Barrick die beanstandeten Punkte aus Newmonts Sicht beheben oder belastbare Korrekturschritte einleiten – sonst droht eine gerichtliche Eskalation in Nevada, die auch die geplante Abspaltung zusätzlich verkomplizieren könnte.

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