Barrick bekommt in Nevada Gegenwind – und zwar ausgerechnet vom wichtigsten Partner. Newmont hat eine formelle „Notice of Default“ zur gemeinsamen Nevada-Goldmine zugestellt und wirft dem Konzern Missmanagement vor. Damit steht auch Barricks Plan unter Druck, die nordamerikanischen Gold-Assets noch bis Ende des Jahres an die Börse zu bringen.

Newmont setzt Barrick offiziell in Verzug

Newmont hat Barrick laut einer Meldung von gestern formell in Verzug gesetzt. Barrick bestätigte den Schritt in einer Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC. Im Kern geht es um die gemeinsame Nevada Gold Mines (NGM), bei der Barrick das Tagesgeschäft führt.

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Newmont behauptet, Barrick habe Ressourcen aus dem Joint Venture abgezogen, um das vollständig eigene Fourmile-Projekt zu stärken. Das würde die ohnehin angespannten Beziehungen weiter belasten – zumal NGM in der Partnerschaft die zentrale operative Basis in der Region ist.

IPO-Pläne könnten komplizierter werden

Der Konflikt trifft Barrick in einer heiklen Phase. Die Börsennotierung der nordamerikanischen Gold-Assets ist seit Anfang Dezember 2025 offiziell auf dem Tisch: Zunächst gab der Vorstand grünes Licht für eine Prüfung, Anfang Februar folgte dann die Entscheidung, die IPO-Vorbereitungen konkret voranzutreiben. Als Ziel gilt eine Umsetzung bis Ende 2026.

Zum geplanten Paket gehören auch Beteiligungen an Nevada Gold Mines sowie Pueblo Viejo und das Fourmile-Projekt. Genau hier liegt das Problem: Newmont beruft sich auf vertragliche Rechte aus dem Joint-Venture-Abkommen, darunter Übertragungsbeschränkungen. Diese könnten den Spin-off blockieren oder eine Neuverhandlung erzwingen. Kann Barrick den Börsengang so wie geplant überhaupt durchziehen? Genau das hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell und in welcher Form sich der Streit beilegen lässt.

Zahlen stark – Ausblick bremst

Operativ kam Barrick zuletzt eigentlich mit Rückenwind. Im vierten Quartal 2025 lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 1,04 US-Dollar und damit über den erwarteten 0,90 US-Dollar. Der Umsatz stieg auf 6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 65% gegenüber dem Vorjahr. Zudem meldete der Konzern eine Quartalsdividende von 0,42 US-Dollar je Aktie und Aktienrückkäufe im Umfang von 500 Millionen US-Dollar.

Nach den Zahlen gab die Aktie dennoch nach. Der Grund: Die Prognose für 2026 signalisierte kaum Wachstum bei der Goldproduktion. Barrick erwartet 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen – in etwa auf dem Niveau von 2025. Bei den Gesamtkosten (AISC) stellte das Unternehmen 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze in Aussicht (auf Basis eines angenommenen Goldpreises von 4.500 US-Dollar je Unze).

Zum Hintergrund der Partnerschaft: Das Joint Venture Nevada Gold Mines läuft seit 2019. Barrick hält 61,5% und verantwortet den operativen Betrieb, Newmont besitzt 38,5%. Der Stellenwert ist hoch – RBC-Analyst Josh Wolfson bezeichnete NGM als „Kronjuwel“ und verortete dort grob rund 60% des Barrick-Marktwerts.

Entscheidend wird nun, ob Barrick und Newmont den formellen Streit rasch entschärfen – oder ob die vertraglichen Hürden den geplanten IPO-Zeitplan bis Ende 2026 spürbar ausbremsen.

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