Die Aktie des niederländischen Halbleiterausrüsters ASML hat in der ersten Handelswoche 2026 rund 16 Prozent zugelegt und neue 52-Wochen-Hochs erreicht. Verantwortlich dafür ist eine Serie von Analystenhochstufungen großer Investmentbanken – angeführt von Bernstein, die ASML zur Top-Wahl unter europäischen Chip-Aktien kürten.

Bernstein hebt Kursziel drastisch an

Am 5. Januar stufte Sanford C. Bernstein die ASML-Aktie von Neutral auf Outperform hoch und hob das Kursziel von 800 auf 1.300 Euro an – ein Sprung um 62,5 Prozent. Analyst David Dai begründet seine bullische Einschätzung mit einem unterschätzten DRAM-Aufwärtszyklus.

Die drei größten DRAM-Produzenten planen laut Dai für 2026 den Aufbau von bis zu 250.000 zusätzlichen Wafern pro Monat. Gleichzeitig beschleunigen sie den Übergang zur 1c-Technologie. Das ist relevant für ASML, weil die Lithografie-Intensität bei 1c nach Bernsteins Schätzungen 28 Prozent beträgt – deutlich höher als die 20 bis 24 Prozent früherer Knotenpunkte.

Dai erwartet für ASML in den Jahren 2026 und 2027 ein jährliches Gewinnwachstum von 18 Prozent, was über dem Konsens von 15 Prozent liegt. Die steigende Nachfrage nach EUV-Systemen sieht er als zentralen Treiber.

Mehrere Banken folgen mit Kaufempfehlungen

Die Bernstein-Hochstufung löste weitere positive Einschätzungen aus:

  • Bank of America Securities startete Coverage mit Buy
  • Berenberg Bank bekräftigte Buy
  • Mizuho Securities hielt an Buy fest
  • Rothschild & Co Redburn hob bereits Anfang November von Neutral auf Buy

Die Kursziele der Banken liegen zwischen 975 und 1.300 Euro. Der Konsens hat sich auf "Moderate Buy" verschoben.

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Morningstar sieht strukturelle Stärke

Die Research-Firma Morningstar erhöhte ihren fairen Wert für ASML am 8. Januar von 850 auf 1.000 Euro. Analyst Javier Correonero verweist auf anhaltende Kapazitätsengpässe im Speicherbereich, die bis 2028 andauern könnten.

Morningstar rechnet nun mit 187 ausgelieferten Low-NA-EUV-Systemen in den Jahren 2026 bis 2028 – zuvor lagen die Schätzungen bei 169 Einheiten. Allein TSMC könnte 2026 bis zu 40 dieser Systeme bestellen, um Werke in Arizona und Taiwan auszustatten.

Quartalszahlen Ende Januar

Am 28. Januar legt ASML die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 8,84 Dollar, was einem Plus von 21,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Der Umsatz soll auf 11,06 Milliarden Dollar steigen.

Für das Gesamtjahr 2025 liegt der Konsens bei einem Gewinn von 29,06 Dollar je Aktie und einem Umsatz von 37,79 Milliarden Dollar. Das würde ein Gewinnwachstum von knapp 40 Prozent bedeuten.

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