Europas wertvollstes Technologieunternehmen steht vor einem internen Konflikt. Während ASML einen gigantischen neuen Campus für zehntausende zusätzliche Mitarbeiter plant, streikt die Belegschaft am Hauptsitz gegen die Streichung von 1.700 Arbeitsplätzen. Dieser offensichtliche Widerspruch sorgt kurz vor den anstehenden Quartalszahlen für erhebliche Unruhe im Konzern.

Verhärtete Fronten am Hauptsitz

In der vergangenen Woche legten über 1.000 Angestellte im niederländischen Veldhoven ihre Arbeit nieder. Der Protest richtet sich gegen den Abbau von rund 3,8 Prozent der Gesamtbelegschaft. Das Management will vor allem im mittleren Management kürzen, um interne Bürokratie abzubauen und den Fokus wieder stärker auf die eigentliche Ingenieursarbeit zu legen.

Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Unternehmensführung stecken derzeit in einer Sackgasse. Das von ASML anvisierte Ziel, bis zum morgigen 1. April eine Einigung über den Sozialplan zu erzielen, wiesen Arbeitnehmervertreter als völlig unrealistisch zurück. Eine offizielle Antwort der Gewerkschaften wird nun für den 7. April erwartet.

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Der Widerspruch des Wachstums

Der Arbeitskampf entzündet sich an den massiven Expansionsplänen des Chipausrüsters. Erst Mitte März genehmigte die Stadt Eindhoven einen neuen ASML-Campus, der bis zum Jahr 2028 Platz für 20.000 neue Beschäftigte bieten soll. Das entspricht fast einer Verdopplung der aktuellen niederländischen Belegschaft.

Arbeitnehmervertreter kritisieren, dass ein Konzern mit einem Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten sollte. Zumal ASML in den kommenden drei Jahren eigene Aktien im Wert von 12 Milliarden Euro zurückkaufen will. Bisherige Zugeständnisse des Managements, wie die interne Versetzung von 100 betroffenen Mitarbeitern, reichen den Gewerkschaften nicht aus.

Fundamentaldaten stützen das Geschäft

Trotz der internen Reibereien steht das operative Geschäft auf einem soliden Fundament. Das Unternehmen beendete das vergangene Jahr mit einem massiven Auftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro. Nach dem jüngsten Kursrückgang notiert die Aktie aktuell rund 15 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch, weist auf Jahressicht aber immer noch ein deutliches Plus von 78 Prozent auf.

Ein wesentlicher Faktor für die weitere operative Entwicklung bleibt das China-Geschäft. Wegen der US-Exportkontrollen rechnet das Management damit, dass der Umsatzanteil in der Volksrepublik im laufenden Jahr von 33 auf etwa 20 Prozent sinken wird. Neue fundamentale Impulse für die Aktie folgen am 15. April, wenn ASML die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegt und sich voraussichtlich zum Fortgang der Umstrukturierung äußert.

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