Der Halbleitersektor steht unter Druck — die „Magnificent Seven" verloren allein in der vergangenen Woche zusammen rund 850 Milliarden Dollar an Börsenwert. ASML hält sich in diesem Umfeld vergleichsweise stabil, gestützt durch einen frischen Milliardenauftrag und solide Jahreszahlen.

Acht Milliarden aus dem Memory-Segment

Laut Bernstein hat ASML einen Auftrag im Wert von rund acht Milliarden Dollar von Speicherchip-Kunden gesichert. Das kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Googles neue KI-Kompressionstechnologie „TurboQuant" soll den Speicherbedarf großer Sprachmodelle um bis zu das Sechsfache reduzieren — was Aktien mehrerer Speicherchiphersteller belastete. Für ASML selbst scheint die Nachfrage nach EUV-Lithografiesystemen davon unberührt. Im Gesamtjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Nettoumsatz von 32,6 Milliarden Euro, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nettobestellungen im vierten Quartal sprangen von 5.399 auf 13.158 — ein deutliches Signal für anhaltende Kapazitätsexpansion.

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Dividende und Analystenziele

Zum 27. April 2026 (Ex-Dividende) schüttet ASML eine erhöhte Quartalsdividende von 3,18 Dollar je Aktie aus, gegenüber zuvor 1,88 Dollar. Die Jahresdividende summiert sich damit auf 12,71 Dollar.

Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.482,50 Dollar, Bernstein hat sein Ziel sogar auf 1.971 Dollar angehoben. Auf dem aktuellen Kursniveau von rund 1.131 Euro impliziert das erhebliches Aufwärtspotenzial — sofern das Makroumfeld mitspielt.

Geopolitik und Lieferengpässe als Joker

Langfristig bleiben geopolitische Risiken ein Faktor. Das Management hatte bereits auf mögliche Auswirkungen von Handelspolitik und Zöllen auf die Wachstumsziele 2026 hingewiesen. Gleichzeitig stützt die strukturelle Angebotslücke bei Hochleistungschips die Nachfrage nach Lithografieanlagen: Führende Chiphersteller haben ihre Preise um 10 bis 15 Prozent angehoben, EUV-Maschinen kosten mittlerweile über 400 Millionen Dollar pro Einheit. Der globale Halbleitermarkt soll 2026 ein Volumen von 975 Milliarden Dollar erreichen — ein Rahmen, in dem ASML als Alleinlieferant von EUV-Systemen eine strukturell privilegierte Position hält.

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