SK Hynix hat bei ASML den größten öffentlich bekannten EUV-Einzelauftrag in der Geschichte des niederländischen Unternehmens platziert. Rund 7,9 bis 8 Milliarden US-Dollar schwer, soll die Lieferung der Lithografiemaschinen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Treiber ist die rasant steigende Nachfrage nach Hochleistungsspeicher für KI-Rechenzentren.

Warum dieser Auftrag mehr als eine Zahl ist

Die EUV-Anlagen sind für zwei Standorte in Südkorea bestimmt: das M15X-Werk in Cheongju für High-Bandwidth-Memory sowie den neuen Yongin Semiconductor Cluster für fortschrittliches DRAM. Beide Produktkategorien gelten als Schlüsselkomponenten moderner KI-Infrastruktur. SK Hynix setzt damit ein klares Signal, dass der Ausbau der HBM-Kapazitäten weiter Fahrt aufnimmt.

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Für ASML bestätigt der Deal die eigene Marktstellung. Das Unternehmen hält ein Quasi-Monopol auf EUV-Technologie — und genau diese Abhängigkeit der Chipindustrie macht es zum unvermeidlichen Partner bei jedem Sprung in der Fertigungspräzision.

Starke Zahlen, voller Auftragsbestand

Das Geschäftsjahr 2025 verlief für ASML ausgesprochen stark. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 32,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn erreichte 9,6 Milliarden Euro. Besonders auffällig: Im vierten Quartal mehr als verdoppelten sich die Nettobestellungen auf 13,2 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand zum Jahresende belief sich auf rund 38,8 Milliarden Euro — eine komfortable Basis für die kommenden Jahre.

Parallel dazu läuft ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028. Die Dividende für 2025 soll 7,50 Euro je Aktie betragen, ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Analysten und institutionelle Investoren ziehen nach

Bernstein hat ASML zuletzt als „Top Pick" eingestuft und das Kursziel auf 1.971 US-Dollar angehoben. Die Begründung: DRAM-Hersteller werden bis 2028 schätzungsweise 44 EUV-Maschinen benötigen, was rund 45 Prozent der gesamten Auslieferungen ausmachen würde. Der breite Analystenkonsens liegt bei einem „Moderate Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 1.482,50 US-Dollar.

Auch institutionelle Investoren haben zuletzt aufgestockt. Generate Investment Management etwa erhöhte seinen Bestand im vierten Quartal um 68,8 Prozent.

Terafab: Neuer Akteur am Horizont

Eine Randnotiz mit potenzieller Langzeitwirkung: Elon Musk kündigte am 21. März das „Terafab"-Projekt an — eine gemeinsame Chipfabrik von Tesla, SpaceX und xAI in Austin, Texas, die sämtliche Produktionsstufen unter einem Dach vereinen soll. Das erklärte Ziel ist die Reduzierung der Abhängigkeit von externen Zulieferern. Ob und in welchem Umfang das Projekt ASML als potenziellen Ausrüster einbezieht oder umgeht, bleibt vorerst offen.

Die ASML-Aktie notiert aktuell rund 12,6 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 1.295 Euro — trotz eines Jahresgewinns von über 14 Prozent seit Jahresbeginn. Angesichts des gefüllten Auftragsbuchs und der strukturellen KI-Nachfrage dürfte der Kursrückstand für viele Investoren eher als Einstiegsgelegenheit denn als Warnsignal wirken.

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