Adobe stellt die Vergütung seines Top-Managements neu auf. Künftig hängt ein großer Teil der Anreize daran, wie sich die Aktie im Vergleich zum Nasdaq-100 schlägt – und ob das Unternehmen konkrete Verkaufsziele erreicht. Das ist ein klarer Versuch, Führung und Aktionäre stärker auf denselben Kurs zu bringen.

Neues System bis 2028

Der Vergütungsausschuss hat die neuen Programme am Montag dieser Woche (26. Januar 2026) beschlossen: das 2026 Performance Share Program und den 2026 Executive Annual Incentive Plan. Beide sollen langfristige Ziele stärker in den Mittelpunkt rücken.

Kern der Regelung: Leistungsabhängige Aktienzuteilungen für Führungskräfte werden über einen Dreijahreszeitraum (2026 bis 2028) nach zwei Hauptkennzahlen bemessen:

  • Relative Total Shareholder Return (rTSR): Entwicklung der Aktionärsrendite im Vergleich zu anderen Unternehmen im Nasdaq-100
  • Net New Sales: jährliche Ziele für Netto-Neuverkäufe mit Vorgaben für jedes Geschäftsjahr

Die möglichen Auszahlungen aus den Performance-Aktien reichen von 0% bis 200% des Zielwerts. Die Vesting-Phase ist für Anfang 2029 vorgesehen – allerdings nur, wenn die jeweilige Führungskraft weiterhin im Unternehmen ist.

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Auch die Cash-Boni werden enger geknüpft

Neben den Performance-Aktien zieht Adobe auch bei den jährlichen Barboni die Zügel an. Diese werden nur dann fällig, wenn das Unternehmen mindestens 95% der Ziele bei Umsatz und Gewinn je Aktie (EPS) erreicht. Das setzt eine klare Untergrenze – und soll vermeiden, dass Boni bei deutlicher Zielverfehlung trotzdem fließen.

Warum Adobe gerade jetzt nachschärft

Der Zeitpunkt ist kein Zufall: In der Softwarebranche dreht sich viel um die Chancen und Risiken rund um Künstliche Intelligenz. Adobe positioniert sich hier mit der eigenen KI-Plattform Firefly, die zunehmend in die Creative- und Dokumenten-Produkte integriert wird.

Das Unternehmen verknüpft diese Strategie bereits mit messbaren Erfolgen: In der Vergangenheit verwies Adobe auf Rekordumsätze, getragen von starken Kundenbuchungen und Wachstum bei den wiederkehrenden Erlösen (ARR). Die neue Vergütungslogik passt dazu – sie soll Wachstum und Aktienentwicklung über mehrere Jahre messbar machen, statt nur kurzfristige Effekte zu belohnen.

Auch an der Börse steht die Aktie zuletzt unter Druck: Am Donnerstag notiert sie bei 287,40 US-Dollar, nach 300,16 US-Dollar zum Schluss am Mittwoch. Über die letzten 30 Tage summiert sich das Minus auf -18,47%.

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