ASML weitet sein Produktportfolio gezielt aus — und hat dabei die wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur im Blick. Neben dem angestammten Geschäft mit Lithografiesystemen dringt das Unternehmen nun in den Markt für Advanced Packaging vor, einen Schlüsselbereich für die Verbindung einzelner KI-Chips zu leistungsfähigeren Einheiten.

Neue Felder, neuer Fokus

Hinter dem strategischen Schwenk steht der neue Technikchef Marco Pieters, der intern eine Reorganisation angestoßen hat, um die Agilität des Unternehmens zu erhöhen. Konkret geht es um sogenannte Hybrid-Bonding-Systeme und Back-End-Prozesse — Bereiche, in denen ASML bislang nicht aktiv war. Das Ziel: Engpässe in der KI-Hardwareproduktion adressieren, die sich zunehmend nicht mehr allein durch Lithografie lösen lassen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?

Parallel fließen weiter Mittel in die Entwicklung der nächsten EUV-Generation. Das Imec-Forschungszentrum hat kürzlich seine NanoIC-Pilotlinie im Wert von 2,5 Milliarden Euro eröffnet, die High-NA-EUV-Maschinen von ASML nutzt, um Chips unterhalb von 2 Nanometern zu erforschen.

Waferknappheit bis 2030

Den strategischen Rahmen liefert die Angebotslage im Halbleitermarkt. SK Hynix erwartet laut einer Aussage vom 17. März 2026, dass die Knappheit bei Halbleiterwafern bis 2030 anhalten wird — mit einem prognostizierten Angebotsdefizit von über 20 Prozent. AMD-CEO Lisa Su besuchte gestern das Samsung-Halbleiterwerk in Südkorea, um über Kooperationen bei HBM4-Speicher der sechsten Generation und mögliche Foundry-Partnerschaften zu sprechen. Solche Entwicklungen im Ökosystem übersetzen sich direkt in Nachfrage nach ASMLs Maschinen.

Auch in Europa wächst der Druck: Infineon forderte am 17. März mehr Investitionen in automatisierte 300-mm-Waferfabriken — passend zum EU-Ziel, bis 2030 einen Anteil von 20 Prozent an der globalen Chipproduktion zu erreichen.

Beliebtester Wert in niederländischen Depots

Ein weiteres Indiz für das gestiegene Anlegerinteresse: Laut der niederländischen Zentralbank hat ASML Shell als beliebteste Aktie unter niederländischen Privathaushalten abgelöst. Die Aktie notiert aktuell rund 34 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt — ein Zeichen, dass der Markt die langfristige Wachstumsthese bereits einpreist. Ob die Expansion ins Advanced Packaging tatsächlich zu einem zweiten Standbein wird, hängt davon ab, wie schnell ASML in einem Markt Fuß fassen kann, in dem Konkurrenten wie Besi bereits etabliert sind.

Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:

Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...