ASML Aktie: Technologievorsprung zementiert
Chinas Halbleiterbranche hat im März 2026 offen erklärt, was längst als strategisches Ziel gilt: ein eigenes EUV-Lithographiesystem zu entwickeln und damit ASMLs Monopol zu brechen. Die Ankündigung schickte die Aktie kurzzeitig um 5,5 Prozent nach unten — bevor sie sich im Folgehandel nahezu vollständig erholte. Der Grund für die schnelle Gegenbewegung liegt in der Natur des Problems, das China zu lösen versucht.
Warum der Vorsprung bleibt
ASMLs EUV-Technologie ist das Ergebnis von mehr als 30 Jahren Forschung und eines globalen Zuliefernetzwerks mit rund 5.000 spezialisierten Lieferanten und 100.000 Einzelkomponenten pro System. Chinesische Branchenvertreter — darunter die Chefs von Naura Technology, YMTC und Empyrean Technology — räumten in ihrem gemeinsamen Aufruf selbst ein, dass die Integration einzelner Komponenten zu einem funktionsfähigen Gesamtsystem die zentrale ungelöste Herausforderung bleibt. Engpässe bei EDA-Software, Siliziumwafern und Prozessgasen kommen hinzu.
Während China aufzuholen versucht, zieht ASML weiter davon. Im Februar meldete das Unternehmen, dass seine EUV-Lichtquelle erstmals 1.000 Watt nutzbarer EUV-Leistung erreicht hat — gegenüber 600 Watt in aktuellen Produktionssystemen. Ein technologischer Sprung, der den Abstand zum nächsten Wettbewerber weiter vergrößert.
Zahlen, Dividende und Hauptversammlung
Das Geschäftsjahr 2025 schloss ASML mit einem Umsatz von 32,7 Milliarden Euro ab, einer Bruttomarge von 52,8 Prozent und einem Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro. Allein im vierten Quartal lagen die Nettobestellungen bei 13,2 Milliarden Euro, davon 7,4 Milliarden Euro auf EUV-Systeme. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro.
Die Gesamtdividende für 2025 soll 7,50 Euro je Aktie betragen — ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ergänzend läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028.
Einen Dämpfer könnte der China-Effekt bringen: Der Anteil Chinas am Gesamtumsatz dürfte 2026 auf rund 20 Prozent sinken, nach einem ungewöhnlich hohen Niveau im Vorjahr. Starke Investitionsbudgets von TSMC, Samsung, Micron und SK Hynix sollen diesen Rückgang mittelfristig kompensieren.
Auf der Hauptversammlung am 22. April in Veldhoven stehen personelle Weichenstellungen an: Marco Pieters soll als neuer Chief Technology Officer in den Vorstand einziehen, CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury werden zur Wiederwahl vorgeschlagen. Im Aufsichtsrat soll Benjamin Loh, ehemaliger CEO von ASM International, neu berufen werden. Mit dem nächsten Quartalsbericht werden Anleger dann erstmals konkrete Auftragsdaten für 2026 sehen — und damit ein klareres Bild davon, wie schnell das Nicht-China-Geschäft die entstehende Lücke füllt.
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