BMW Aktie: Premiere unter Druck
Heute Mittag hat BMW den neuen i3 der Öffentlichkeit vorgestellt — als Elektro-Limousine auf Basis der Neue-Klasse-Plattform und damit als zweites Modell einer Architektur, auf die der Konzern seine gesamte EV-Zukunft setzt. Der Launch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie rund 17 Prozent unter ihrem Dezember-Hoch notiert und Anleger auf konkrete Zeichen einer Margenerholung warten.
Neue Klasse als Antwort auf ein schwieriges Jahr
Der i3 baut auf der 800-Volt-Architektur mit einer Ladeleistung von bis zu 400 kW und dem sechsten eDrive-Antrieb. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 läuft er im Werk München vom Band, die USA-Markteinführung folgt 2027. Dass die Vorserienfertigung bereits im Februar anlief und der Vorgänger iX3 die Erwartungen des Managements übertraf, gibt BMW Rückenwind für den Hochlauf — bis Ende 2027 sollen mehr als 40 neue oder aktualisierte Modelle auf der Plattform erscheinen.
Der finanzielle Rahmen bleibt jedoch eng. 2025 sank der Umsatz auf 133,45 Milliarden Euro (–6,3 %), das China-Geschäft brach um 12,5 Prozent ein. Für 2026 rechnet BMW mit einer Zollbelastung von rund 1,25 Prozentpunkten auf die EBIT-Marge im Automobilsegment und peilt einen Korridor von vier bis sechs Prozent an. Ein Puffer besteht: Das US-Werk in Spartanburg produzierte zuletzt rund 413.000 Fahrzeuge jährlich, was BMW bei Importzöllen zumindest teilweise entlastet.
Führungswechsel und BGH-Urteil im Blick
Zum 14. Mai übergibt CEO Oliver Zipse das Steuer an Milan Nedeljković — ausgerechnet jener Vorstand, der die Neue-Klasse-Initiative als Produktionschef maßgeblich mitgestaltet hat. Er übernimmt in der kritischen Anlaufphase der neuen Modellreihe.
Fünf Tage zuvor, am 23. März, verkündet der BGH sein Urteil zur Klage der Deutschen Umwelthilfe, die BMW und Mercedes-Benz verpflichten will, ab November 2030 keine Verbrenner mehr zu verkaufen. BMW hält dem entgegen, das Pariser Klimaabkommen begründe kein rechtlich verbindliches CO₂-Budget für einzelne Unternehmen. Mehrere Beobachter erwarten, dass die Klage scheitert — der BGH hat signalisiert, den Gesetzgeber als zuständige Instanz für Klimaschutzkompromisse zu sehen.
Trotz aller Gegenwindfaktoren erhöhte der Vorstand die Dividende auf 4,40 Euro je Aktie und hält an einem Aktienrückkaufprogramm von bis zu zwei Milliarden Euro bis April 2027 fest. Gemessen an den deutlich stärkeren Gewinneinbrüchen bei Mercedes-Benz und Volkswagen behauptet BMW damit eine vergleichsweise solide Ausgangsposition — die Frage ist, ob der i3-Hochlauf schnell genug greift, um die Marge wieder in Richtung des oberen Korridors zu schieben.
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