ASML baut seine Rolle im europäischen KI-Ökosystem gezielt aus. Der niederländische Halbleitermaschinenhersteller vertieft seine Partnerschaft mit dem französischen KI-Startup Mistral AI — und steckt damit mehr als nur Kapital in die europäische Technologielandschaft.

Milliarden für europäische Rechenkapazität

Mistral AI hat kürzlich eine Fremdfinanzierungsrunde über 830 Millionen US-Dollar abgeschlossen, bereitgestellt von einem Konsortium aus sieben Banken, darunter BNP Paribas und HSBC. Das Geld fließt in den Kauf von 13.800 Nvidia-GPUs vom Typ GB300, die ein 44-Megawatt-Rechenzentrum in Bruyères-le-Châtel nahe Paris bestücken sollen. Der Betrieb soll im zweiten Quartal 2026 aufgenommen werden.

Das ist erst der Anfang einer größeren Expansion. Mistral verfolgt eine 4-Milliarden-Euro-Infrastrukturstrategie mit dem Ziel, bis 2027 insgesamt 200 Megawatt Rechenkapazität in Europa aufzubauen. Ein zweiter Standort in Schweden ist mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Milliarden US-Dollar bereits angekündigt.

ASML ist dabei nicht nur Geldgeber. Das Unternehmen hält rund 11 Prozent an Mistral — aus einer früheren Finanzierungsrunde, die das Startup zuletzt mit knapp 12 Milliarden Euro bewertete — und nutzt die Partnerschaft aktiv, um Mistrals Sprachmodelle in eigene Fertigungsprozesse und die Produktentwicklung zu integrieren.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?

Rückenwind durch EUV-Nachfrage

Die strategische Logik dahinter ist klar: Mehr KI-Infrastruktur bedeutet mehr Bedarf an leistungsstarken Chips — und die werden mit ASMLs EUV-Lithographiesystemen produziert. Das Analysehaus Bernstein hat sein Kursziel für die Aktie zuletzt auf 1.971 US-Dollar angehoben und begründet das mit einem erwarteten Anstieg der EUV-Auslieferungen an DRAM-Kunden bis 2028. Die EUV-Erlöse könnten demnach 2025 auf 13,47 Milliarden US-Dollar steigen — ein Plus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Parallel dazu läuft das Aktienrückkaufprogramm: In der Woche vom 23. bis 27. März erwarb ASML rund 106.000 eigene Aktien für etwa 125 Millionen Euro.

Die Aktie notiert aktuell bei rund 1.107 Euro — deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.295 Euro, aber noch komfortabel über dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 918 Euro. Am 27. April folgt der Ex-Dividende-Tag für die zuletzt auf 3,18 US-Dollar je Quartal angehobene Dividende, Zahlung ist für den 5. Mai vorgesehen.

Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:

Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...