Am 15. April legt ASML seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor — und die Erwartungen sind hoch. JPMorgan hat kurz vor dem Termin seine Kaufempfehlung bekräftigt. Analyst Sandeep Deshpande hält an seinem Kursziel von 1.515 Euro fest, während die Aktie aktuell rund 10 Prozent darunter notiert.

Was am 15. April zählt

Drei Themen werden den Quartalsbericht dominieren. Erstens: die Auftragslage. Investoren wollen wissen, ob die KI-getriebene Nachfrage nach Logik- und DRAM-Kapazitäten in belastbare Bestellungen mündet — oder ob Exportbeschränkungen und makroökonomische Unsicherheit erste Spuren hinterlassen. Die Umsatzprognose für Q1 liegt bei 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro, wobei der Marktkonsens eher am unteren Ende dieser Spanne angesiedelt ist.

Zweitens steht die High-NA-EUV-Plattform im Fokus. ASML hat seinen ersten TWINSCAN EXE:5200B in voller Spezifikation ausgeliefert, Intel hat das Vorgängermodell EXE:5200 für die Massenproduktion abgenommen. Jedes Update zur Auslieferungsgeschwindigkeit dieser Systeme dürfte den Kurs bewegen.

Drittens: China. Das Land machte 2025 rund 29 Prozent des Umsatzes aus — ein Anteil, der 2026 laut Management spürbar sinken wird. Wie viel davon Taiwan, Südkorea und die USA auffangen können, ist eine der zentralen Fragen des Jahres. Der jüngste Deal mit SK Hynix deutet darauf hin, dass Südkorea seinen Anteil ausweitet.

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Rekordauftragsbestand, interner Gegenwind

Strukturell steht ASML solide da. Im vierten Quartal 2025 erreichten die Nettobuchungen mit 15,28 Milliarden Dollar einen Rekordwert, davon entfielen 8,60 Milliarden auf EUV-Aufträge. Der Auftragsbestand zum Jahresende belief sich auf 45,06 Milliarden Dollar. CEO Christophe Fouquet hat für 2026 einen Gesamtumsatz von 34 bis 39 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent in Aussicht gestellt.

Allerdings hat interner Gegenwind das Bild zuletzt getrübt. Der angekündigte Abbau von 1.700 Stellen und ein Mitarbeiterstreik haben für Unruhe gesorgt. Wie Fouquet am 15. April Kostendisziplin und Ausführungskompetenz unter einen Hut bringt, wird Analysten und Investoren gleichermaßen beschäftigen.

Breites Analystenmeinungsspektrum

Bernstein hat sein Kursziel zuletzt auf 1.971 Dollar angehoben und begründet das mit aggressiven Investitionen in DRAM-Kapazitäten. Der Konsens liegt mit rund 1.465 Dollar deutlich darunter — das Meinungsspektrum ist ungewöhnlich breit.

Bestätigt das Management am 15. April die Jahresziele und bleiben die Auftragseingänge stabil, dürfte der jüngste Kursrückgang schnell relativiert werden. Werden die Prognosen hingegen gesenkt, gerät die aktuelle Bewertung mit einem Forward-KGV von 37 unter Druck. Auf die Quartalszahlen folgen am 22. April die Hauptversammlung und am 24. April eine Bardividende von 2,70 Euro je Aktie.

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