Zwei Ereignisse prägen den heutigen Mittwoch für die Deutsche Telekom: Während in Bonn die Hauptversammlung läuft, zahlen viele DSL-Bestandskunden ab heute mehr. Für den Konzern ist es ein Tag, an dem Stärke und Kundenfrust gleichzeitig Schlagzeilen machen.

Höttges setzt auf Verlässlichkeit — und liefert Zahlen

CEO Tim Höttges nutzte die Hauptversammlung im World Conference Center Bonn, um die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres zu präsentieren: organisches Umsatzwachstum von 4,2 Prozent auf über 119 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA AL legte organisch um 4,7 Prozent auf mehr als 44,2 Milliarden Euro zu. Als Beleg für die Verlässlichkeit der Strategie verwies Höttges auf die Dividende — ein Euro je Aktie, der höchste Wert der Unternehmensgeschichte und eine Steigerung von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ausgezahlt wird am 8. April 2026.

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Ein weiterer Schwerpunkt war Künstliche Intelligenz. Höttges präsentierte den Magenta AI Call Assistant, der bereits auf dem Mobile World Congress in Barcelona als Weltpremiere vorgestellt wurde. Das gemeinsam mit ElevenLabs entwickelte System integriert Sprach-KI direkt ins Telefongespräch — ohne App, ohne spezielle Hardware. Aktiviert per Sprachbefehl „Hey Magenta", bietet der Dienst Echtzeit-Übersetzung, Gesprächszusammenfassungen und kontextbezogene Unterstützung. Der Rollout in Deutschland soll noch 2026 erfolgen, mittelfristig mit Unterstützung für bis zu 50 Sprachen.

Preiserhöhung trifft ältere DSL-Verträge

Parallel zur Hauptversammlung greift heute die angekündigte Preisanpassung im Festnetzbereich. Betroffen sind Bestandskunden der Tarife „MagentaZuhause" und „Call & Surf", die vor April 2023 abgeschlossen wurden: Die monatliche Grundgebühr steigt pauschal um zwei Euro. Der MagentaZuhause L-Tarif kostet damit künftig 46,95 Euro statt 44,95 Euro. Glasfaserkunden bleiben von der Erhöhung ausgenommen.

Zusätzlich steigt die Gebühr für kostenpflichtige MultiSIMs von 4,95 auf 6,95 Euro monatlich. Wer ältere DSL-Verträge hält und mehrere Zusatzkarten gebucht hat, spürt die Erhöhungen an mehreren Stellen gleichzeitig. Betroffene Kunden haben ein Sonderkündigungsrecht und können innerhalb von drei Monaten nach Erhalt des Informationsschreibens ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist wechseln.

Die Aktie notiert aktuell rund 9 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt — die soliden Jahreszahlen und die Dividendenerhöhung stützen die positive Grundtendenz seit Jahresbeginn. Ob der Wachstumskurs im laufenden Jahr anhält, zeigen die Quartalszahlen am 13. Mai 2026.

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