Applied Digital treibt den Umbau zum spezialisierten Anbieter für KI-Infrastruktur massiv voran. Mit einer Milliarden-Finanzierung für neue Rechenzentren und der geplanten Abspaltung der Cloud-Sparte stellt das Management die Weichen für eine fokussiertere Zukunft. Das Ziel ist klar: Die Marktposition im Bereich High-Performance Computing (HPC) durch gezielte Großprojekte zu festigen.

Milliarden-Spritze für Polaris Forge 2

Um die ehrgeizigen Ausbaupläne zu realisieren, hat das Unternehmen Anfang März eine umfangreiche Finanzierung abgeschlossen. Über eine Tochtergesellschaft wurden besicherte Anleihen im Wert von 2,15 Milliarden USD platziert. Das Kapital ist zweckgebunden für den Campus „Polaris Forge 2“ in North Dakota. Dort sollen Kapazitäten von 200 Megawatt für KI-Anwendungen entstehen.

Dieser Schritt unterstreicht die Fähigkeit des Unternehmens, trotz der kapitalintensiven Natur des Geschäfts massives Wachstumskapital zu mobilisieren. Zusätzlich greift Applied Digital auf eine bestehende Partnerschaft mit Macquarie Asset Management zurück. Von einem Rahmen von bis zu 5 Milliarden USD wurden bereits rund 900 Millionen USD abgerufen, um die HPC-Standorte zu finanzieren.

Strategischer Fokus durch ChronoScale

Ein zentraler Pfeiler der Transformation ist die Ausgliederung der Cloud-Computing-Einheit. Diese soll mit EKSO Bionics fusionieren und künftig unter dem Namen „ChronoScale“ firmieren. Applied Digital plant, etwa 97 % der Anteile an diesem neuen Unternehmen zu halten.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Applied Digital?

Hinter diesem Schritt steht eine klare Strategie: Das Risikoprofil des Mutterkonzerns soll geschärft werden. Durch die Trennung kann sich Applied Digital stärker auf langfristige Leasingverträge mit Branchengrößen wie Oracle und CoreWeave konzentrieren. ChronoScale hingegen wird als spezialisierte Plattform für rechenintensive KI-Workloads positioniert, was die operative Effizienz in beiden Geschäftsbereichen steigern dürfte.

Marktdynamik und hohe Verschuldung

Das enorme Wachstum hat seinen Preis. Im November 2025 beliefen sich die Gesamtschulden auf rund 2,6 Milliarden USD. Die jüngsten Kapitalaufnahmen verdeutlichen, wie viel Geld der Aufbau einer globalen digitalen Infrastruktur verschlingt. Anleger reagierten in der Vergangenheit zwiegespalten. Während die Aktie auf Jahressicht ein Plus von über 320 % verzeichnete, korrigierte der Kurs seit Beginn des Jahres 2026 um etwa 15,5 %.

Institutionelle Investoren halten weiterhin einen Großteil der Anteile, was für ein gewisses Grundvertrauen der Profis in das Geschäftsmodell spricht. Dennoch bleibt die technische Umsetzung der Großprojekte komplex. Insbesondere die Kalibrierung der Kühlsysteme in den ersten Betriebswochen der 100-Megawatt-Zentren gilt als kritischer Erfolgsfaktor unter realen Lastbedingungen.

Weitere Details zur finanziellen Lage und zum Zeitplan der ChronoScale-Abspaltung werden in Kürze erwartet. Applied Digital hat die Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal 2026 für den 8. April angesetzt.

Anzeige

Applied Digital-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Applied Digital-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:

Die neusten Applied Digital-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Applied Digital-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Applied Digital: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...