Bei Apple überlagern zwei Themen die zuletzt starken Quartalszahlen: Verzögerungen bei neuen Siri-KI-Funktionen und zusätzlicher Gegenwind durch die US-Verbraucherschutzbehörde FTC. Entsprechend nervös reagierten Anleger in der vergangenen Woche – der Kurs gab bis Freitag um rund 8% nach. Was steckt hinter dem plötzlichen Stimmungswechsel?

  • Schärfster Wochenverlust seit Monaten: rund -8%
  • Schwächster Handelstag seit April 2025: -5% an einem Tag
  • Jahresbilanz damit gedreht: knapp -4% für 2026 (Stand Freitag)
  • Quartal dennoch auf Rekordniveau: Umsatz 143,8 Mrd. USD, EPS 2,84 USD

Siri-KI: Interne Tests bremsen

Auslöser war ein Bericht von Bloomberg: Das geplante KI-Upgrade für Siri soll in internen Tests Probleme gemacht haben. Die Funktionen, ursprünglich „innerhalb weniger Wochen“ erwartet, könnten laut Bericht nun auf Mai oder später rutschen.

MacRumors berichtete zudem, Apple-Ingenieure sollten für weitere interne Tests iOS 26.5 nutzen. Das deutet darauf hin, dass neue Siri-Funktionen nicht wie zunächst geplant mit iOS 26.4 kommen. Genannt wurden dabei konkrete Punkte: Siri verarbeite Anfragen teils nicht korrekt und brauche zu lange für Antworten.

Gegenüber CNBC sagte Apple, man liege weiterhin im Plan, die Siri-Verbesserungen 2026 zu starten.

FTC erhöht den Druck bei Apple News

Zusätzliche Unsicherheit kam am Donnerstag durch ein Schreiben des FTC-Vorsitzenden Andrew Ferguson an CEO Tim Cook auf. Darin fordert die Behörde eine Überprüfung der Nutzungsbedingungen und der Kurationsregeln von Apple News. Ferguson verwies auf Berichte, wonach die Plattform eher linksgerichtete Medien fördere und konservative Inhalte unterdrücke.

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Für Anleger ist das ein weiterer regulatorischer Faktor, der das Sentiment kurzfristig belasten kann – unabhängig davon, wie das Thema am Ende ausgeht.

Starke Zahlen – aber neue Fragezeichen

Der Kursrückgang traf eine Aktie, die erst Ende Januar Rekordzahlen für das Fiskal-Q1 2026 gemeldet hatte: 143,8 Mrd. USD Umsatz (+16% zum Vorjahr), iPhone-Umsatz 85,3 Mrd. USD (+23%) und Services 30 Mrd. USD (Allzeithoch). Der Gewinn je Aktie stieg auf 2,84 USD (+19%). CFO Kevan Parekh stellte für das März-Quartal ein Umsatzwachstum von 13% bis 16% sowie Bruttomargen von 48% bis 49% in Aussicht.

Trotzdem bleiben operative Reibungspunkte: Tim Cook sagte im Earnings Call, man sei wegen begrenzter Kapazitäten bei fortschrittlichen Chip-Fertigungsprozessen im „Supply-Chase-Mode“, nachdem die iPhone-Nachfrage stärker als erwartet ausfiel. Zusammen mit steigenden Speicherpreisen sorgte das für zusätzliche Vorsicht.

Am Markt kam noch ein Branchenfaktor hinzu: UBS stufte den US-Tech-Sektor bereits am Dienstag auf „Neutral“ herunter und begründete das mit „Software-Unsicherheit“ sowie Sorgen über hohe KI-bezogene Investitionsausgaben.

Zum Wochenschluss lag die Aktie bei 255,78 USD (Schlusskurs am Donnerstag) nach 275,50 USD am Dienstag; am Tag des 5%-Rutsches sprang das Handelsvolumen auf 81 Millionen Aktien und lag damit fast doppelt so hoch wie üblich.

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