Der iPhone-Konzern erlebte gestern einen rabenschwarzen Börsentag. Die Aktie stürzte um 5 Prozent auf 261,73 Dollar ab – der heftigste Tagesverlust seit April 2025. Rund 200 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung wurden ausradiert. Was die Anleger derart verschreckte? Ausgerechnet die KI-Strategie, die eigentlich für neuen Schwung sorgen sollte, erweist sich als Stolperstein.

Siri kommt später – viel später

Ursprünglich sollte die deutlich verbesserte Version des Sprachassistenten im März mit iOS 26.4 ausgeliefert werden. Doch interne Tests ließen Zweifel an der Zuverlässigkeit aufkommen. Erste Verbesserungen könnten nun frühestens im Mai mit iOS 26.5 kommen. Die wirklich umfangreichen Features – etwa die Fähigkeit, Bildschirminhalte zu erkennen und Aktionen über verschiedene Apps hinweg auszuführen – dürften sogar bis September und dem großen iOS 27-Update warten müssen.

Für Apple ist das mehr als nur ein Zeitplan-Problem. Während Konkurrenten wie OpenAI und Anthropic im rasanten Tempo vorlegen, droht der Konzern aus Cupertino im strategisch entscheidenden KI-Wettbewerb ins Hintertreffen zu geraten. Die Personalisierung auf Basis des Nutzerkontexts – eigentlich ein Kernversprechen der neuen Siri – bleibt damit vorerst Zukunftsmusik.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Apple?

Regulatorische Risiken kommen hinzu

Zusätzlich Öl ins Feuer gossen Berichte über möglichen Ärger mit der US Federal Trade Commission. Die Behörde soll Bedenken hinsichtlich der Inhaltskuratierung im Nachrichtenangebot von Apple geäußert haben. Konkret geht es um den Vorwurf, Apple würde linksorientierte Medien bevorzugen und konservative Inhalte unterdrücken.

Die Kombination aus technischen Verzögerungen und regulatorischer Unsicherheit traf die Anleger hart. Nachbörslich ging es weitere 0,53 Prozent bergab auf 260,35 Dollar. Die 50-Tage-Linie wurde nach unten durchbrochen, die Jahresgewinne sind vollständig aufgezehrt. Mit einem Minus von knapp vier Prozent seit Jahresbeginn steht Apple nun schlechter da als zu Neujahr.

Fundamentaldaten bleiben robust

Marktexperte Ed Yardeni von Yardeni Research bringt die Nervosität auf den Punkt: "Die Investoren sind wegen der Auswirkungen der KI, sowohl der guten als auch der schlechten, sehr nervös. Im Moment konzentrieren sie sich auf die störenden Aspekte davon." Die Sorge vieler Anleger: Können die großen Tech-Konzerne überhaupt genug verdienen, um ihre massiven KI-Investitionen zu rechtfertigen?

Bei Apple kamen zu dieser branchenweiten Unsicherheit die hausgemachten Probleme hinzu. Analysten betonen allerdings, dass der langfristige Fundamentalausblick weiterhin solide sei. Im Geschäftsjahr 2025 konnte der Konzern ordentliche Umsatzzahlen vorlegen, besonders der Service-Bereich wächst kontinuierlich. Ob das ausreicht, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Bis dahin reagiert der Markt empfindlich auf jede Nachricht, die den Eindruck verstärkt, Apple hinke im KI-Rennen hinterher.

Apple-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Apple-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Apple-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Apple-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Apple: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...