Die Apple-Aktie geriet am Mittwoch unter Druck, als die US-Handelsbehörde FTC schwere Vorwürfe gegen den Tech-Konzern erhob. FTC-Chef Andrew Ferguson warf Apple in einem öffentlichen Brief an CEO Tim Cook vor, die vorinstallierte News-App könnte gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen. Der Vorwurf: Apple News bevorzuge systematisch Artikel linksliberaler Medien und unterdrücke konservative Publikationen.

Ferguson, der Anfang 2025 von Präsident Donald Trump an die Spitze der Behörde berufen wurde, beruft sich auf mehrere Studien. Diese hätten in den vergangenen Monaten keinen einzigen Artikel von konservativen US-Nachrichtenquellen in Apple News gefunden, während hunderte Beiträge liberaler Medien prominent platziert worden seien. "Diese Berichte werfen ernsthafte Fragen auf, ob Apple News im Einklang mit seinen Nutzungsbedingungen handelt", schrieb Ferguson.

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Verstoß gegen FTC-Gesetz?

Die Brisanz liegt im Detail: Die FTC hat keine Befugnis, Unternehmen politische Positionen vorzuschreiben oder eine ideologische Kuratierung zu verlangen. Doch falls Apples Praktiken den eigenen Nutzungsbedingungen oder den Erwartungen der Verbraucher widersprechen, könnte dies gegen Section 5 des FTC-Gesetzes verstoßen. Dieser Paragraph verbietet unfaire oder irreführende Geschäftspraktiken.

Apple News ist auf zig Millionen Geräten weltweit vorinstalliert und aggregiert Inhalte aus Zeitungen, Magazinen und digitalen Publikationen. Die zentrale Frage: Täuscht Apple seine Nutzer über die tatsächliche Auswahlmethodik? Ferguson forderte Cook in seinem auf X veröffentlichten Schreiben zur Stellungnahme auf. Apple reagierte zunächst nicht auf Presseanfragen.

Tech-Abverkauf belastet zusätzlich

Die Vorwürfe trafen Apple zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der Dow Jones verlor am Mittwoch über 555 Punkte, getrieben von einem breiten Tech-Abverkauf. Anleger schichteten aus Technologiewerten in zyklische Sektoren um. Die sogenannten "Magnificent Seven" – darunter Apple und Amazon – führten die Verluste an. Apple-Aktien fielen um rund drei Prozent.

Zusätzlich verschob der Konzern erneut die Einführung der überarbeiteten Siri-Version. Die Aktualisierung soll nun erst im Herbst mit iOS 27 kommen – eine weitere Verzögerung im KI-Rennen gegen Konkurrenten wie Microsoft und Google. Die Kombination aus regulatorischem Druck und operativen Verzögerungen dürfte die Nervosität der Anleger in den kommenden Tagen weiter anfachen.

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