Ams Osram Aktie: Aufbruchsstimmung allerorten!
Die Aktie legte am Morgen um 6,6 Prozent zu – und das, obwohl der Konzern zeitgleich den Abbau von 2.000 Stellen weltweit verkündete. Was auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt, hat einen klaren Grund: Die vorgelegten Geschäftszahlen für 2025 zeigen eine deutliche Erholung. Der Verlust schrumpfte auf 129 Millionen Euro – nur noch ein Sechstel des Vorjahreswerts. Offenbar honoriert die Börse die finanzielle Trendwende stärker als sie den Jobabbau negativ bewertet.
Deutschlandabbau im Fokus
Besonders hart trifft es die deutschen Standorte. In Regensburg fallen im Halbleitergeschäft mehrere hundert Stellen weg. Geschäftsführer Aldo Kamper begründet dies mit dem Wettbewerbsdruck: Etablierte Produkte, die auch asiatische Konkurrenten herstellen, werden aus Kostengründen nach Asien verlagert. In Regensburg entstehe dadurch allerdings Raum für hochautomatisierte Fertigungen.
Noch drastischer sieht es im schrumpfenden Lampengeschäft aus. In Herbrechtingen sind bis 2029 rund 250 der 470 Mitarbeiter von Maßnahmen betroffen. Die bereits angekündigte Schließung in Schwabmünchen kostet laut IG Metall 270 Jobs. Hintergrund: Klassische Halogenlampen für Autos werden sukzessive von LEDs verdrängt. Kamper betonte zwar, das Geschäft laufe noch Jahre weiter – der langfristige Trend ist aber klar.
Sparprogramm und Schuldenlast
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Der Stellenabbau ist Teil des Transformationsprogramms "Simplify", das Einsparungen von 200 Millionen Euro bringen soll. Von den 2.000 Stellen entfallen je etwa 1.000 auf Europa und Asien. Ein erheblicher Teil der Maßnahmen war allerdings bereits bekannt. Kamper bezeichnete den Schritt als "wichtig, aber schmerzhaft" für die Wettbewerbsfähigkeit.
Trotz operativer Verbesserungen bleibt die hohe Schuldenlast eine Belastung. Hier hat sich Ams Osram kürzlich durch den Verkauf eines Geschäftsteils an Infineon Luft verschafft. Zudem erzielte das Unternehmen 2025 einen Free Cash Flow von 144 Millionen Euro. Die Zahlen des vierten Quartals übertrafen zudem die Mitte der Prognosespanne.
Die Investoren scheinen die Rechnung aufzumachen: Weniger Kosten plus bessere operative Zahlen gleich positive Perspektive – zumindest kurzfristig. Dass dieser Aufwärtstrend auf dem Rücken tausender Mitarbeiter erkauft wird, bleibt die bittere Kehrseite dieser Börsenstory.
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