Feierlicher Messeauftritt, abgeschlossene Millionenverkäufe, ein neues Sparprogramm – und dennoch ein schwieriges Jahr vor Augen. ams OSRAM steckt mitten in einem tiefgreifenden Umbau, der 2026 zunächst Spuren in der Bilanz hinterlassen wird.

Desinvestitionen und Stellenabbau

Den wohl wichtigsten Schritt vollzog der Konzern kurz vor seinem Auftritt auf der Light + Building 2026 in Frankfurt: Der Verkauf des Entertainment-and-Industry-Lamps-Geschäfts an den japanischen Konzern Ushio wurde für 114 Millionen Euro abgeschlossen. Das Segment – rund 500 Mitarbeitende, Produktionsstandorte in Berlin sowie die zugehörigen Patente und Entwicklungsaktivitäten – wird künftig als USHIO INE GmbH weitergeführt. Zusammen mit dem geplanten Verkauf des nichtoptischen Sensorgeschäfts an Infineon für 570 Millionen Dollar sind das zwei zentrale Bausteine der Entschuldungsstrategie, die das Management im April 2025 vorgestellt hatte. Ziel ist ein Verschuldungsgrad von unter 2x bereinigtem EBITDA.

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Gleichzeitig läuft das neue Sparprogramm „Simplify" an. Bis 2028 sollen jährlich 200 Millionen Euro eingespart werden – auf Kosten von rund 2.000 Stellen weltweit. Besonders der Standort Regensburg ist betroffen, wo reife Produktlinien nach Asien verlagert werden. Strategisch richtet sich der Konzern damit konsequent auf Digital Photonics aus, mit einer angestrebten bereinigten EBITDA-Marge von mindestens 25 % im Halbleitersegment bis 2030.

Zahlen 2025: Verlust stark reduziert

Operativ zeigen die Restrukturierungsmaßnahmen erste Wirkung. Der Nettoverlust sank im Geschäftsjahr 2025 auf 130 Millionen Euro – nach 786 Millionen Euro im Vorjahr. Im vierten Quartal übertraf das Unternehmen mit einem Umsatz von 874 Millionen Euro und einer bereinigten EBITDA-Marge von 18,4 % die Analystenerwartungen. Der Gesamtumsatz für 2025 belief sich auf 3,3 Milliarden Euro.

Den Fortschritten zum Trotz bezeichnet das Management 2026 ausdrücklich als Übergangsjahr. Desinvestitionen, Währungsgegenwind und steigende Edelmetallpreise dürften das bereinigte EBITDA temporär belasten. Für das erste Quartal 2026 stellt der Konzern einen Umsatz von rund 760 Millionen Euro in Aussicht – weniger als im starken Schlussquartal 2025.

Die Aktie spiegelt dieses schwierige Umfeld wider: Mit einem Abstand von rund 38 % zum 52-Wochen-Hoch und einem RSI von 16,4 notiert der Titel in klar überverkauftem Terrain. Ob der Quartalsbericht am 20. März 2026 als Wendepunkt wirkt, hängt davon ab, wie überzeugend das Management die neue Kostenstruktur in konkreten Zahlen untermauern kann.

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