Ams Osram Aktie: Großartige Leistungen!
Während ams OSRAM auf der Light + Building in Frankfurt sein 120-jähriges OSRAM-Markenjubiläum feiert, läuft im Hintergrund eine der tiefgreifendsten Restrukturierungen der Unternehmensgeschichte. Zwei Unternehmensverkäufe, ein aggressives Sparprogramm und ein klares Ziel: die Schuldenlast deutlich senken.
Entschuldung durch Portfolioabbau
Den ersten Schritt hat ams OSRAM bereits vollzogen. Am 2. März 2026 schloss das Unternehmen den Verkauf seines Entertainment- und Industrielampensegments (ENI) an den japanischen Konzern Ushio für 114 Millionen Euro ab. Dabei wechselten Produktionsstätten in Berlin, rund 500 Mitarbeiter sowie zugehörige Forschungskapazitäten den Eigentümer.
Der deutlich größere Schritt folgt in Kürze: Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden – für 570 Millionen Euro in bar. Das veräußerte Segment erzielte 2025 einen Umsatz von rund 220 Millionen Euro bei einem bereinigten EBITDA von etwa 60 Millionen Euro. Rund 230 Mitarbeiter werden zu Infineon wechseln.
Zusammen generieren beide Transaktionen Erlöse von rund 670 Millionen Euro. Das Ergebnis: Der Pro-forma-Verschuldungsgrad sinkt von 3,3 auf 2,5 – ein spürbarer Fortschritt auf dem Weg zur angepeilten Marke von unter 2,0 bis 2030.
Sparprogramm und operative Fortschritte
Parallel dazu läuft das Transformationsprogramm „Simplify". Bis 2028 sollen jährliche Einsparungen von 200 Millionen Euro realisiert werden. Der Preis dafür: rund 2.000 Stellen fallen weltweit weg. Zusätzlich werden reifere Produktlinien nach Asien verlagert, was am Standort Regensburg mit einem dreistelligen Stellenabbau verbunden ist.
Operativ zeigt sich derweil Fortschritt. Der Nettoverlust sank 2025 deutlich auf 130 Millionen Euro – nach 786 Millionen Euro im Vorjahr. Das Kernhalbleiterportfolio wuchs währungsbereinigt um 7 %, und die Design-Wins erreichten mit über 5 Milliarden Euro einen Allzeithöchststand. Das sind solide Signale für das Kerngeschäft mit digitalen Photonik-Lösungen, auf das sich ams OSRAM künftig konzentriert.
Für das erste Quartal 2026 erwartet das Management einen Umsatz von rund 760 Millionen Euro. Das Jahr gilt intern als Übergangsjahr: Laufende Desinvestitionen, Währungseffekte und steigende Edelmetallpreise belasten die Bilanz weiterhin – was sich auch im Aktienkurs widerspiegelt, der rund 15 Prozent unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts notiert.
Am 20. März 2026 veröffentlicht ams OSRAM den Geschäftsbericht 2025, am 7. Mai folgen die Quartalszahlen für Q1 2026. Beide Termine dürften zeigen, ob der Umbau des Konzerns schnell genug vorankommt, um die langfristigen Ziele – eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 25 % und ein Free Cashflow von über 200 Millionen Euro bis 2030 – greifbar zu machen.
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