Die Aktie des Fintech-Konzerns Fiserv brach am Montag um fast 8% ein und markierte damit den tiefsten Stand seit zehn Monaten. Nur eine Woche vor der Veröffentlichung der Q4-2025-Zahlen am 10. Februar wächst die Nervosität unter Anlegern. Analysten rechnen mit einem deutlichen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr.

Der 3. Februar 2026 war laut Stocktwits der schwächste Handelstag in der Unternehmensgeschichte. Damit setzt sich eine Talfahrt fort, die bereits 2025 zu einem Kursverlust von über 67% führte – dem schlechtesten Jahresergebnis in der Historie des Payment-Anbieters.

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Die aktuelle Lage im Überblick:

  • Kursverlust am 3. Februar: Fast 8%
  • Gesamtverlust 2025: Mehr als 67%
  • Q4-Zahlen: 10. Februar 2026
  • Erwarteter Gewinn je Aktie: 1,90 Dollar (Rückgang von 24,3% zum Vorjahr)

Verlangsamtes Wachstum belastet

Verantwortlich für den anhaltenden Druck sind vor allem schwächelnde Kernbereiche im Zahlungsverkehr und Händlergeschäft. Zurückhaltende Konsumausgaben und verschärfter Wettbewerb im Fintech-Sektor setzen dem Unternehmen zu.

Im Oktober 2025 musste Fiserv seine Jahresprognose drastisch senken. Die organische Umsatzwachstumsprognose fiel von rund 10% auf nur noch 3,5% bis 4%. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie ruderte das Management zurück: Statt 10,15 bis 10,30 Dollar werden nun nur noch 8,50 bis 8,60 Dollar erwartet. Zeitgleich übernahm Paul Todd als neuer Finanzchef die Position von Robert Hau.

Was Analysten erwarten

Laut Zacks Equity Research vom 3. Februar rechnet die Wall Street für Q4 2025 mit einem Gewinn je Aktie von 1,90 Dollar – ein Minus von 24,3% im Jahresvergleich. Der Umsatz soll bei 4,95 Milliarden Dollar liegen, was einem moderaten Plus von 0,9% entspricht.

Die Konsensprognose wurde in den vergangenen 30 Tagen um 3,26% nach unten korrigiert. Bereits im dritten Quartal 2025 hatte Fiserv mit 2,04 Dollar je Aktie die Erwartungen von 2,64 Dollar deutlich verfehlt – eine Abweichung von fast 23%.

Cantor Fitzgerald startete Ende Januar mit einer neutralen Einstufung die Coverage der Aktie. Die Analysten räumten ein, dass jüngste Entwicklungen das Vertrauen zwischen Unternehmen und Investoren beschädigt hätten, betonten jedoch die starke Marktposition und Vernetzung von Fiserv im Finanzökosystem.

Strategische Partnerschaften trotz Gegenwind

Trotz der angespannten Lage setzt Fiserv auf Wachstumsinitiativen. Ende Januar wurde eine erweiterte Zusammenarbeit mit ServiceNow zur KI-gestützten Transformation von Finanzdienstleistungen verkündet. Mit Affirm entsteht ein neues Angebot für flexible Zahlungslösungen im Debitkarten-Bereich. Gemeinsam mit Sumitomo Mitsui bringt das Unternehmen zudem die Clover-Produktsuite für digitalen Handel auf den Markt.

Die Quartalszahlen am 10. Februar werden zeigen, ob diese strategischen Schritte ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Bei einem erwarteten Gewinnrückgang von über 24% dürfte die Messlatte jedoch hoch liegen.

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