Alibaba setzt beim Aufbau seiner KI-Infrastruktur künftig stärker auf heimische Chips. Laut einem Reuters-Bericht vom 27. März plant der chinesische Technologiekonzern, Bestellungen für Huaweis neuen KI-Chip 950PR aufzugeben — ein Schritt, der die Abhängigkeit von US-Halbleitern weiter reduzieren soll.

Warum der 950PR jetzt attraktiv ist

Frühere Huawei-Chips konnten große Technologiekonzerne im Privatsektor kaum überzeugen. Der Ascend 910C wurde trotz staatlicher Förderung nur zögerlich eingesetzt. Beim 950PR sieht das offenbar anders aus: Er ist besser mit Nvidias CUDA-Softwaresystem kompatibel und bietet schnellere Antwortzeiten.

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Entscheidend ist dabei weniger die Rechenleistung als die Eignung für sogenannte Inference-Workloads — also das Ausführen trainierter KI-Modelle im Alltagsbetrieb. Genau hier liegt Alibabas aktueller Schwerpunkt. Die Nachfrage nach KI-Inferenzkapazitäten in China wächst rasant, befeuert durch die Verbreitung von KI-Agenten im produktiven Einsatz. Huawei plant, in diesem Jahr rund 750.000 Einheiten des 950PR auszuliefern.

Der Hintergrund: Washington hat den Verkauf zahlreicher Nvidia-Chips nach China untersagt. Zwar erlaubte die Trump-Administration zuletzt den Export des H200-Chips unter bestimmten Auflagen — doch die Unsicherheit über künftige Beschränkungen treibt chinesische Technologieunternehmen verstärkt in Richtung eigener Halbleiterversorgung.

KI-Agenten für kleine Unternehmen

Parallel dazu baut Alibabas internationale Sparte sein B2B-Geschäft mit KI aus. Am 23. März stellte Alibaba International den Unternehmensassistenten Accio Work vor — eine No-Code-Plattform, die KI-Agenten für Aufgaben wie Zolldokumentation, Steuerabwicklung in über 100 Märkten und Lieferantenverhandlungen bereitstellt. Laut Alibaba.com-Präsident Kuo Zhang sind inzwischen 30 bis 40 Prozent der Plattformkunden Einzelunternehmer. Accio verzeichnet nach eigenen Angaben weltweit mehr als zehn Millionen monatlich aktive Nutzer.

Kurs unter Druck, Quartalszahlen im Mai

Die Aktie steht weiterhin unter Druck: Mit einem Minus von knapp 20 Prozent seit Jahresbeginn notiert sie deutlich unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte. Der nächste konkrete Kurstreiber ist der für den 14. Mai 2026 erwartete Quartalsbericht. Bis dahin liefern der Huawei-Chip-Auftrag und der Accio-Work-Start erste Belege dafür, dass Alibabas KI-Investitionen operativ Gestalt annehmen — ob sich das in den Zahlen niederschlägt, wird der Mai-Bericht zeigen müssen.

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