Zum ersten Mal seit 13 Jahren wird der KI-Gigant Nvidia an der Börse günstiger bewertet als der breite US-Markt. Während geopolitische Sorgen und Zinsängste den Aktienkurs zuletzt drückten, laufen die Geschäfte des Chipentwicklers auf Hochtouren. Ein Blick auf die jüngsten Auftragsbücher und Prognosen offenbart eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen Börsenstimmung und fundamentaler Realität.

Aktuell wird das Papier mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 20,2 gehandelt und nähert sich damit einem Fünfjahrestief. Damit rutscht die Bewertung knapp unter das Niveau des S&P 500. Verantwortlich für diesen Rückgang sind primär makroökonomische Faktoren. Zinsängste und geopolitische Spannungen rund um den Iran-Konflikt haben zuletzt branchenweit für Gewinnmitnahmen im Technologiesektor gesorgt. Dies spiegelt sich auch im aktuellen Kurs von 144,06 Euro wider, der mittlerweile knapp 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch notiert. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel ein Minus von gut 10 Prozent.

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Ungebrochene Nachfrage

Operativ zeigt sich das Unternehmen von der gedrückten Marktstimmung unbeeindruckt. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 73 Prozent auf 68,1 Milliarden US-Dollar. Auch für das laufende Quartal rechnet das Management mit Erlösen in Höhe von rund 78 Milliarden US-Dollar. Befürchtungen, dass die Investitionen in KI-Infrastruktur bald ihren Höhepunkt erreichen könnten, trat CEO Jensen Huang kürzlich deutlich entgegen. Bis Ende 2027 erwartet er Bestellungen für die neuen Blackwell- und Vera-Rubin-Chips im Wert von mindestens einer Billion US-Dollar.

Dass diese Prognosen auf realen Investitionen basieren, zeigen aktuelle Branchenentwicklungen. So plant das europäische Start-up Mistral AI den Bau eines neuen Rechenzentrums mit 13.800 GB300-Grafikprozessoren. Dieser Auftrag dürfte Nvidia schätzungsweise 575 Millionen US-Dollar einbringen. Selbst im Weltraum kommt die Hardware mittlerweile zum Einsatz, wie das Projekt Starcloud mit seinen satellitengestützten Rechenzentren belegt.

Analysten bleiben optimistisch

Für das laufende Geschäftsjahr prognostizieren Analysten ein Gewinnwachstum von über 70 Prozent, während dem breiten Markt lediglich 19 Prozent zugetraut werden. Zwar verweisen Marktbeobachter auf langfristige Risiken, etwa durch Cloud-Anbieter, die zunehmend eigene Chips entwickeln. Die Kombination aus leistungsstarker Hardware und der hauseigenen CUDA-Software sichert dem Unternehmen jedoch vorerst seine dominante Marktposition. Mit erwarteten Gewinnsteigerungen von knapp 67 Prozent für das kommende Geschäftsjahr 2027 bleibt das fundamentale Wachstumstempo hoch.

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