Während die Tech-Welt in dieser Woche auf Nvidias Entwicklerkonferenz blickte, nutzte AMD-Chefin Lisa Su die Zeit für eine gezielte Gegenoffensive in Südkorea. Mit einer Reihe neuer Partnerschaften rund um KI-Infrastruktur und die nächste GPU-Generation baut der Chipentwickler sein Netzwerk massiv aus. Besonders eine neue Vereinbarung lässt aufhorchen, da sie direkt in die Domäne des größten Konkurrenten vordringt.

Einbruch in Nvidias Territorium

Am 18. März unterzeichneten AMD und der südkoreanische Tech-Riese NAVER eine Absichtserklärung zum Ausbau nationaler KI-Infrastrukturen. NAVER erhält dabei frühzeitigen Zugriff auf AMDs kommende Instinct MI455X GPUs, um sein eigenes Sprachmodell HyperCLOVA X auf dieser Hardware zu optimieren.

Der Schritt ist strategisch bedeutsam: Erst im Januar hatte NAVER den Bau eines riesigen Rechenzentrums mit 4.000 Nvidia-B200-Chips verkündet. Dass AMD nun als zweiter Lieferant für das 270-Megawatt-Rechenzentrum "Gak Sejong" auftritt, werten Marktbeobachter als wichtigen Erfolg bei der Kundengewinnung. Für NAVER bietet die Diversifizierung der Lieferanten eine höhere Stabilität bei der Beschaffung der begehrten Hardware.

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Die Hardware-Lieferkette steht

Um die neuen Chips in großen Clustern effizient zu vernetzen, treibt AMD parallel die Infrastruktur auf Rack-Ebene voran. Gemeinsam mit dem Fertiger Celestica entwickelt das Unternehmen die "Helios"-Plattform. Celestica übernimmt dabei das Design und die Produktion der Hochgeschwindigkeits-Netzwerkswitches für die kommende MI450-GPU-Serie.

Flankiert wird diese Hardware-Offensive durch ein weiteres Abkommen, das direkt zum Auftakt der Südkorea-Reise geschlossen wurde: Samsung Electronics wird die passenden HBM4-Speicherchips für die neuen KI-Beschleuniger sowie fortschrittlichen DRAM-Speicher für die kommenden EPYC-Prozessoren liefern.

Diese strategischen Puzzleteile stützen das fundamentale Wachstum des Konzerns. Bereits jetzt machen die Rechenzentrums-Umsätze, die zuletzt im Jahresvergleich um 39 Prozent zulegten, mehr als die Hälfte des gesamten AMD-Geschäfts aus. An der Börse spiegelte sich die solide operative Entwicklung zuletzt in einem moderaten Aufwärtstrend wider: Das Papier schloss am Donnerstag bei 176,64 Euro und verbuchte damit auf Sicht von sieben Tagen ein Plus von 4,25 Prozent.

Mit bestehenden Zusagen über 12 Gigawatt an GPU-Leistung für Großkunden wie OpenAI und Meta ist die Auslastung für die absehbare Zukunft gesichert. Der Fokus des Managements richtet sich nun auf die planmäßige Markteinführung der MI450- und Helios-Systeme in der zweiten Jahreshälfte 2026, um die in Asien geschmiedeten Allianzen in zählbare Umsätze zu verwandeln.

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