AMD und Samsung haben eine strategische Partnerschaft offiziell besiegelt. Im Mittelpunkt steht die Versorgung mit HBM4-Speicher für AMDs kommende KI-Beschleuniger der MI455X-Serie — und möglicherweise noch mehr.

HBM4 als Schlüsseltechnologie

Die Unterzeichnung des Memorandums of Understanding fand in Samsungs Halbleiterwerk im südkoreanischen Pyeongtaek statt, wo AMD-Chefin Lisa Su und Samsung-Vizevorsitzender Young Hyun Jun persönlich anwesend waren. Samsung wird als primärer Lieferant für HBM4-Speicher etabliert, der Datenraten von bis zu 13 Gbps und eine Bandbreite von 3,3 Terabyte pro Sekunde erreichen soll. Diese Kapazitäten sind für die Anforderungen moderner generativer KI-Modelle ausgelegt und bilden das Herzstück von AMDs Hardware-Roadmap für 2026 und 2027.

Neben den KI-Beschleunigern liefert Samsung auch DDR5-Speicherlösungen für AMDs sechste EPYC-Prozessorgeneration mit dem Codenamen „Venice" — eine Komponente der Helios-Rack-Architektur für großskalige Rechenzentren.

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Mehr als nur Speicher

Ein zweiter, potenziell bedeutsamer Aspekt der Vereinbarung betrifft die Fertigung. AMD und Samsung sondieren, ob Samsung Foundry künftig Produktionskapazitäten für AMD-Chips bereitstellen könnte. Bislang setzt AMD bei High-End-Chips stark auf andere Fertigungspartner. Eine Erweiterung auf Samsung würde die Abhängigkeit von einzelnen Standorten reduzieren und die Verhandlungsposition gegenüber bestehenden Partnern stärken.

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der HBM-Markt von knappem Angebot geprägt ist. SK Hynix führt das Segment mit rund 53 Prozent Marktanteil an, Samsung folgt mit etwa 35 Prozent. Indem AMD Samsung als Hauptlieferanten für die MI455X-Serie sichert, verringert das Unternehmen die Abhängigkeit von einer einzigen Quelle — ein relevanter Faktor angesichts der hohen Nachfrage aus dem KI-Sektor.

Ergänzend vertieft AMD seine Präsenz in Südkorea durch Kooperationen mit Naver und dem KI-Labor Upstage, die auf die Entwicklung lokaler Sprachmodelle mit AMD-Instinct-GPUs abzielen.

Der unmittelbare Fokus liegt auf der termingerechten Auslieferung der MI455X-Serie im laufenden Jahr. Ob die Foundry-Kooperation mit Samsung konkret wird, dürfte sich im Verlauf der zweiten Jahreshälfte 2026 entscheiden.

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