Tesla Aktie: Rückruf-Risiko für 3,2 Millionen Fahrzeuge
Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hat ihre Untersuchung von Teslas Full Self-Driving-System auf die höchste Vorstufe vor einem Rückruf angehoben. Betroffen sind potenziell 3,2 Millionen Fahrzeuge. Der Vorwurf: FSD erkennt nicht zuverlässig, wenn die Kameras durch Nebel, Sonneneinstrahlung oder Staub beeinträchtigt sind — und warnt Fahrer zu spät, das Steuer zu übernehmen.
Kamera-Architektur im Visier
Der Kern des Problems ist Teslas Entscheidung aus dem Jahr 2021, Radar aus seinen Fahrzeugen zu entfernen und ausschließlich auf Kameras zu setzen. Genau diese Architektur steht nun unter Beschuss. Neun Unfälle hat die NHTSA ausgewertet, bei denen das System unter alltäglichen Bedingungen versagte — keine Ausnahmesituationen, sondern Szenarien, mit denen jeder Fahrer regelmäßig konfrontiert wird.
Besonders heikel: Teslas eigene Analyse räumt ein, dass ein verbessertes Erkennungssystem nur in drei der neun Unfälle geholfen hätte. Zudem bemängelt die NHTSA, dass Tesla trotz Beginn der Entwicklung eines Fixes im Juni 2024 bis heute nicht mitgeteilt hat, ob und in welchen Fahrzeugen das Update tatsächlich ausgerollt wurde.
Die Behörde kann Tesla nun zur Herausgabe interner Dokumente und Ingenieursunterlagen verpflichten. Bestätigt sich ein Sicherheitsmangel, droht entweder ein freiwilliger Rückruf oder ein formelles Durchsetzungsverfahren. Typischerweise dauert eine Engineering Analysis bis zu 18 Monate.
Drei Bundesuntersuchungen gleichzeitig
Es ist bereits die dritte parallele Bundesuntersuchung gegen Tesla. Die NHTSA prüft separat 58 Vorfälle mit Verkehrsverstößen wie Rotlichtüberfahrten und das Überqueren von Gegenfahrbahnen — sowie Teslas Praxis bei der Unfallmeldung. Hinzu kommt eine Untersuchung zu Türgriffen, die bei Unfällen versagten und Insassen einschlossen.
Gleichzeitig gerät Tesla auch in Europa unter Druck. Die europäische FSD-Zulassung, die ursprünglich für den 20. März erwartet wurde, verschiebt sich auf den 10. April — eine EU-weite Genehmigung ist nun frühestens im Sommer realistisch. Das trifft das Unternehmen in einem Markt, in dem die Zulassungen 2025 um 27,8 Prozent einbrachen.
Robotaxi-Pläne unter Zeitdruck
Der ungünstige Zeitpunkt der Eskalation ist kaum zu übersehen. Tesla plant, seinen Robotaxi-Dienst ohne Fahrer noch in diesem Jahr in mehreren US-Städten zu starten, und die Produktion des Cybercab soll bereits im nächsten Monat anlaufen. Die NHTSA-Untersuchung trifft damit direkt den kommerziellen Kern von Musks Autonomie-Strategie — jener Erzählung, mit der Tesla sinkende Fahrzeugverkäufe gegenüber Investoren kompensieren will.
Die Aktie reagierte mit einem Minus von rund 1,8 Prozent und notiert aktuell deutlich unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts. Sollte die Engineering Analysis einen Sicherheitsmangel bestätigen, stünde Tesla vor der Wahl zwischen einem Massenrückruf und einem langwierigen Rechtsstreit mit der Bundesbehörde — beides schlecht vereinbar mit dem ambitionierten Rollout-Zeitplan für 2026.
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