Advanced Micro Devices hat in der vierten Quartalswoche Rekordzahlen vorgelegt – und wird trotzdem abgestraft. Die Aktie notiert am Freitag bei rund 192 US-Dollar und hat seit der Zahlenvorlage etwa 17 Prozent verloren. Der Grund: ein verhaltener Ausblick für das erste Quartal 2026 und Sorgen über Exportbeschränkungen nach China.

Starke Zahlen, schwache Prognose

AMD meldete für das vierte Quartal 2025 Rekordumsätze von 10,3 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten mit 9,67 Milliarden gerechnet. Auch beim Gewinn schlug das Unternehmen die Erwartungen: 1,53 US-Dollar je Aktie standen 1,32 US-Dollar Konsensschätzung gegenüber.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?

Haupttreiber bleibt das Datacenter-Geschäft. Hier erzielte AMD 5,4 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Anstieg von 39 Prozent. Die MI300-Serie für KI-Anwendungen findet starken Absatz und festigt AMDs Position im Wettbewerb mit Nvidia.

Doch die Prognose für Q1 2026 enttäuschte. AMD rechnet mit etwa 9,8 Milliarden US-Dollar Erlösen – ein sequenzieller Rückgang von rund 5 Prozent. Das liegt deutlich unter den erhofften "Flüsterzahlen" der Wall Street.

China-Geschäft bricht ein

CEO Lisa Su nannte konkrete Belastungsfaktoren. Die Umsätze mit KI-Chips in China werden wegen neuer Exportkontrollen von 390 Millionen US-Dollar im vierten Quartal auf nur noch 100 Millionen im ersten Quartal einbrechen. Lizenzierungsprobleme machen den Vertrieb kompliziert.

Hinzu kommt eine Produktübergangsphase. Die nächste GPU-Generation "Helios" (MI455X/Zen 6) erscheint erst in der zweiten Jahreshälfte 2026, voraussichtlich im dritten Quartal. Diese Lücke drückt auf die Erwartungen für die erste Jahreshälfte.

Analysten bleiben gespalten

Die Reaktionen der Analysten fielen unterschiedlich aus. Bank of America bestätigte am 3. Februar die Kaufempfehlung und hob das Kursziel auf 280 US-Dollar an – Analyst Vivek Arya erwartet 35 Prozent Wachstum bei Server-CPUs in 2026. Morgan Stanley senkte das Ziel dagegen auf 255 US-Dollar, sieht langfristig aber weiter Potenzial.

Interessant: Ark Invest nutzte die Schwäche zum Einstieg. Cathie Woods Investmentgesellschaft kaufte am 4. Februar über 141.000 AMD-Aktien und setzt damit auf die langfristige KI-Story trotz kurzfristiger Turbulenzen.

Mit Spannung werden nun die Server-CPU-Zahlen für das erste Halbjahr 2026 erwartet. Sollte AMD hier die Prognosen erfüllen, könnte der Druck auf die Aktie nachlassen.

AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 06. Februar liefert die Antwort:

Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...