AMD Aktie: EPYC fast ausverkauft
AMD steht vor einem ungewöhnlichen Problem: Die eigenen Server-Prozessoren sind kaum noch zu bekommen. Die EPYC-Chips sind laut einer KeyBanc-Analyse nach einer Asien-Lieferkettenreise für 2026 nahezu ausverkauft — ein Engpass, der die Preissetzungsmacht des Unternehmens erheblich stärkt.
Knappheit treibt Preise und Wachstum
Hinter der Knappheit stecken die massiven KI-Infrastrukturinvestitionen der Hyperscaler. Für 2026 werden deren Kapitalausgaben auf über 600 Milliarden Dollar geschätzt — ein Anstieg von 36 Prozent gegenüber 2025. Diese Nachfrage trifft auf ein begrenztes EPYC-Angebot, weshalb KeyBanc im ersten Quartal Preiserhöhungen von zehn bis 15 Prozent erwartet. Das Server-CPU-Geschäft soll 2026 mindestens 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen.
Das Rechenzentrumsgeschäft hat sich bereits 2025 als Wachstumsmotor erwiesen: Der Umsatz in diesem Segment kletterte von rund 6,5 Milliarden Dollar in 2024 auf 16,6 Milliarden Dollar in 2025 — getragen von der Instinct-GPU-Linie und Enterprise-KI-Deployments. Für das erste Quartal 2026 erwartet AMD einen Umsatz zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar und liegt damit über dem Analystenkonsens von 9,4 Milliarden Dollar.
Helios, Venice und die Samsung-Vereinbarung
Parallel sichert AMD seine Lieferkette für die nächste Produktgeneration ab. Das am 18. März unterzeichnete Memorandum of Understanding mit Samsung regelt die HBM4-Versorgung für den kommenden Instinct MI455X GPU sowie DRAM-Lösungen für die sechste EPYC-Generation mit dem Codenamen „Venice". Der MI455X soll 432 Gigabyte HBM4 pro GPU integrieren — mehr als die 288 Gigabyte, die für Nvidias nächste Rubin-Generation erwartet werden.
Venice ist ein Kernbestandteil der Helios-Rack-Plattform, die AMD für das dritte Quartal 2026 ankündigt. Neben der Speicherversorgung sondieren beide Unternehmen auch eine mögliche Foundry-Partnerschaft, bei der Samsung Fertigungsdienstleistungen für künftige AMD-Produkte übernehmen würde. Das wäre eine spürbare Diversifizierung: Seit 2018 produziert AMD seine fortschrittlichen Chips praktisch ausschließlich bei TSMC.
Analysten bleiben optimistisch
Von 34 Analysten, die AMD per 20. März 2026 abdecken, empfehlen 79 Prozent die Aktie zum Kauf — kein einziger rät zum Verkauf. Der Nettogewinn stieg 2025 um 164 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. Für 2026 prognostizieren Analysten erneut 34 Prozent Umsatzwachstum, 2027 soll die Rate auf 43 Prozent steigen.
Zwischen den Vereinbarungen mit Meta (bis zu 60 Milliarden Dollar für Instinct-GPUs über fünf Jahre) und OpenAI summieren sich AMDs GPU-Commitments auf zwölf Gigawatt — ein Volumen, das auf Basis aktueller Nvidia-Preise einem Wert von rund 420 Milliarden Dollar entspräche. Ob sich diese Verpflichtungen ab der zweiten Jahreshälfte 2026 in steigenden Margen niederschlagen, wird der Markthochlauf der Helios-Plattform zeigen.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








