Der Chipentwickler AMD baut seine Präsenz im asiatischen Raum strategisch aus. Während Nvidia den globalen Markt für KI-Beschleuniger dominiert, suchen Staaten und Unternehmen zunehmend nach Alternativen für ihre nationalen Technologieprojekte. Aktuelle Verhandlungen in Südkorea zeigen nun, wie AMD diese Lücke als Systemlieferant füllen will.

Nationales KI-Projekt als Treiber

Im Zentrum der Verhandlungen steht das südkoreanische KI-Startup Upstage. Das Unternehmen plant den Kauf von 10.000 MI355-Beschleunigern. Ein entsprechendes Treffen zwischen Upstage-CEO Sung Kim und AMD-Chefin Lisa Su fand bereits Mitte März in Seoul statt. Die Hardware soll für das Training großer Sprachmodelle im Rahmen eines staatlich geförderten südkoreanischen KI-Projekts eingesetzt werden.

Flankiert werden diese Gespräche von einer kürzlich verkündeten Zusammenarbeit mit NAVER Cloud. AMD positioniert sich damit gezielt als Partner für staatliche Infrastrukturprojekte, um die Abhängigkeit asiatischer Käufer von einem einzigen Anbieter zu verringern. Bereits im August 2025 hatte sich der US-Konzern an einer Finanzierungsrunde von Upstage beteiligt und so den Boden für den jetzigen Deal bereitet.

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Lieferketten und Analystenblick

Finanziell ist der Konzern auf Wachstum gepolt. Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz von rund 9,8 Milliarden US-Dollar. An der Börse spiegelt sich diese operative Zuversicht derzeit nur bedingt wider. Bei einem aktuellen Kurs von 178,98 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein leichtes Minus von 6,15 Prozent.

Ein Grund für die Zurückhaltung der Anleger sind konkrete operative Risiken. Sollte AMD die asiatischen Großprojekte priorisieren, könnte dies die Lieferketten für andere Kunden belasten. Zudem droht Ungemach bei einem wichtigen Partner: Bei Samsung Electronics, mit dem AMD bei der Entwicklung von HBM4-Speichern kooperiert, haben über 93 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für einen Streik gestimmt. Ein möglicher Arbeitskampf ab Mai 2026 könnte die Chipproduktion empfindlich stören.

Trotz dieser Hürden bleibt die Wall Street mehrheitlich optimistisch. Von 45 Analysten ergibt sich folgendes Bild:
- 32 Kaufempfehlungen ("Buy")
- 13 neutrale Einschätzungen ("Hold")
- Durchschnittliches Kursziel: 287,68 US-Dollar

Ein erfolgreicher Abschluss des Upstage-Deals liefert AMD eine wichtige Referenzarchitektur für die MI355-Chips im asiatischen Raum. Gelingt die Umsetzung trotz der drohenden Lieferkettenrisiken bei Samsung, etabliert sich der Konzern dauerhaft als unverzichtbarer Zweitanbieter für nationale KI-Großprojekte.

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