AMD Aktie: Alles ausverkauft?
Lange Zeit sorgten sich Marktbeobachter um eine mögliche Nachfragelücke bei KI-Chips. Doch diese Ängste scheinen unbegründet: Neueste Berichte deuten darauf hin, dass die Server-Kapazitäten von Advanced Micro Devices (AMD) für das gesamte Jahr 2026 bereits so gut wie vergriffen sind. Eine überraschende Kehrtwende der Analysten sorgte daraufhin am Dienstag für deutliche Kursgewinne.
Analysten vollziehen 180-Grad-Wende
Auslöser der jüngsten Rallye war eine bemerkenswerte Neubewertung durch KeyBanc Capital Markets. Analyst John Vinh, der die Aktie noch im April 2025 wegen Bedenken über eine mögliche Nachfragedelle herabgestuft hatte, änderte seine Einschätzung am Dienstag radikal von „Sector Weight“ auf „Overweight“.
Der Grund für diesen Sinneswandel sind aktuelle Überprüfungen der Lieferketten in Asien. Diese offenbarten eine „überdimensionale Nachfrage“ der großen Cloud-Betreiber (Hyperscaler). Die Situation scheint so angespannt, dass AMDs Produktionskapazitäten für Server-Prozessoren für das laufende Jahr 2026 nahezu vollständig ausgebucht sind. Die Börse reagierte prompt auf diese Nachricht: Die Aktie legte am Dienstag um 6,39 Prozent zu und schloss bei 220,97 USD.
Preiserhöhungen und Milliarden-Umsätze
Die enorme Nachfrage versetzt den Chiphersteller in eine komfortable Position. Laut dem KeyBanc-Bericht erwägt AMD, die Preise für seine Server-CPUs im ersten Quartal 2026 um 10 bis 15 Prozent anzuheben. Dies würde nicht nur den Umsatz treiben, sondern auch die Margen stärken. Die Experten projizieren für das Server-CPU-Geschäft in diesem Jahr ein Wachstum von mindestens 50 Prozent.
Doch nicht nur im klassischen Server-Geschäft läuft es rund. Auch für die KI-Beschleuniger sieht die Prognose optimistisch aus. KeyBanc erwartet, dass der Umsatz in diesem Segment 2026 eine Spanne von 14 bis 15 Milliarden USD erreichen könnte. Treiber dieser Entwicklung sind die Auslieferungen des MI355-Chips in der ersten Jahreshälfte, gefolgt von einem deutlichen Hochlauf der MI455-basierten Helios-Plattform in der zweiten Jahreshälfte.
Warten auf die Zahlen im Februar
Diese positive Einschätzung steht nicht allein. Auch die Bank of America sieht AMD gut positioniert, um bei den kommenden Quartalszahlen die Erwartungen zu übertreffen („beat and raise“). Investoren richten ihren Blick nun gespannt auf den 3. Februar 2026. An diesem Dienstag wird das Management nach Börsenschluss die Bücher öffnen. Dann muss sich zeigen, ob die offiziellen Aussagen zu Lieferengpässen und Preissetzungsmacht die bullischen Analystenkommentare bestätigen.
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