AMD startet in den März mit einer auffällig dicht gepackten KI-Agenda. Neue Prozessoren, ein Auftritt vor Investoren und gleich mehrere Großpartnerschaften sollen zeigen: Beim KI-Ausbau will der Konzern nicht nur mitlaufen, sondern mitgestalten. Entscheidend ist, ob aus den Ankündigungen und Deals in den kommenden Quartalen planbar Umsatz wird.

Neue Ryzen-AI-Chips für den Desktop

Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat AMD sein Ryzen-AI-Portfolio ausgeweitet und bringt die Ryzen AI 400 Series sowie Ryzen AI PRO 400 Series nun auch in den Desktop. Bisher lag der Fokus stärker auf mobilen Geräten.

Kernpunkt ist die integrierte NPU-Leistung: AMD nennt bis zu 50 TOPS auf Desktop-Varianten und bis zu 60 TOPS bei mobilen PRO-Versionen. Erste AM5-Desktop-Systeme mit den neuen Chips sollen ab dem zweiten Quartal 2026 über OEMs wie HP und Lenovo kommen. Mobile Workstations sollen im selben Zeitraum unter anderem von Dell, HP und Lenovo folgen.

Auch die Positionierung Richtung Business-Kunden ist klar: Beim Ryzen AI 9 HX PRO 470 verweist AMD auf bis zu 30% höhere Multithread-Leistung gegenüber einem Intel-Vergleichsmodell (Core Ultra X7 3581). Solche Benchmarks sind kein Selbstzweck – sie sollen die Kaufargumente in einem umkämpften PC-Markt schärfen.

Großdeals mit Meta und OpenAI – zusammen 12 Gigawatt

Der größere Hebel liegt aber im Rechenzentrum. AMD und Meta haben eine mehrjährige, mehrgenerationale Partnerschaft vereinbart: Bis zu 6 Gigawatt an AMD-Instinct-GPUs sollen in Metas KI-Infrastruktur landen. Die ersten Auslieferungen zur Unterstützung des initialen 1-Gigawatt-Ausbaus erwartet AMD in der zweiten Jahreshälfte 2026.

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Technisch setzt AMD dabei auf ein kundenspezifisches, MI450-basiertes GPU-Design, kombiniert mit EPYC-CPUs der 6. Generation („Venice“), ROCm-Software und der Helios-Rack-Architektur. Interessant für Anleger ist zudem die vertragliche Klammer: Die Zusammenarbeit umfasst eine abgestimmte Roadmap über Chips, Systeme und Software – plus leistungsabhängige Warrants auf bis zu 160 Millionen AMD-Aktien, gebunden an Auslieferungs- und Aktienkurs-Meilensteine. AMD erwartet daraus mehrjähriges Umsatzwachstum und einen positiven Effekt auf den Non-GAAP-Gewinn je Aktie.

Zusammen mit dem OpenAI-Deal kommt AMD damit laut Quelle auf Zusagen über insgesamt 12 Gigawatt an GPUs für die kommenden Jahre. Parallel soll Meta die CPU-Partnerschaft ausbauen und als Lead-Kunde für EPYC „Venice“ auftreten.

Nutanix-Partnerschaft: Angriff aufs Enterprise-„Full Stack“

Neben Hyperscalern zielt AMD auch auf Unternehmen, die KI nicht komplett über geschlossene Komplettplattformen einkaufen wollen. Mit Nutanix wurde eine mehrjährige Partnerschaft für eine offene Full-Stack-AI-Infrastruktur angekündigt, ausgelegt auf „agentic AI“-Anwendungen.

Finanziell wird das unterfüttert: AMD plant eine strategische Beteiligung von 150 Mio. US-Dollar an Nutanix-Aktien (zu 36,26 US-Dollar je Aktie) und will bis zu 100 Mio. US-Dollar für gemeinsame Engineering- sowie Go-to-Market-Initiativen bereitstellen. Der Abschluss der Beteiligung wird für das zweite Quartal 2026 erwartet – vorbehaltlich behördlicher Freigaben und üblicher Bedingungen. Ein erstes gemeinsames „agentic AI“-Produkt soll ab Ende 2026 auf den Markt kommen, mit Inference-Beschleunigung über Instinct-GPUs und EPYC-CPUs.

Eine offene Plattform ist dabei nicht nur ein Marketingbegriff: AMD versucht so, mehr Wertschöpfung rund um Hardware, Software (ROCm) und Systemdesign zu bündeln – und sich gleichzeitig als Alternative zu stärker vertikal integrierten KI-Stacks zu positionieren.

Im Kursbild spiegelt sich zuletzt allerdings Zurückhaltung: In den vergangenen 30 Tagen liegt die Aktie laut den bereitgestellten Daten rund 19% im Minus.

Zum nächsten Fixpunkt wird heute der Auftritt von CTO Mark Papermaster auf der Morgan-Stanley-Konferenz, bei dem die technische Strategie vor dem Finanzpublikum im Mittelpunkt steht – also genau die Frage, wie schnell AMD die wachsende Deal-Pipeline in messbare, wiederkehrende Erlöse übersetzt.

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