Project Hail Mary hat die 300-Millionen-Dollar-Marke an den Weltkinos geknackt — und damit einen neuen Rekord für Amazon MGM aufgestellt. Der Ryan-Gosling-Sci-Fi-Film übertrifft Creed III als erfolgreichsten Film seit der MGM-Übernahme. Für die Amazon-Aktie ist es ein positives Signal in einer Phase, in der der Kurs deutlich unter Druck steht.

Rekordfilm mit langem Weg zur Profitabilität

Mit weltweit 300,8 Millionen Dollar Einspielergebnis ist Project Hail Mary der erfolgreichste Kinofilm in der Geschichte von Amazon MGM. Allein im zweiten Wochenende spielte der Film 54,5 Millionen Dollar ein — ein Rückgang von nur 32 Prozent gegenüber der Vorwoche, was auf eine ungewöhnlich starke Zuschauerbindung hindeutet. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes hält der Film eine Certified-Fresh-Bewertung von 95 Prozent — die beste aller Weit-Starts im Jahr 2026.

Allerdings ist das Produktionsbudget mit rund 200 Millionen Dollar erheblich. Laut Variety müsste der Film mindestens 500 Millionen Dollar einspielen, um die Gewinnschwelle zu erreichen. Bis dahin ist noch ein weiter Weg.

Amazon MGM hat angekündigt, in diesem Jahr 14 Filme in die Kinos zu bringen — darunter Masters of the Universe am 5. Juni und Verity am 2. Oktober. Project Hail Mary ist der erste klare Publikumserfolg dieser Strategie.

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KI-Investitionen belasten den freien Cashflow

Der Kinoerfolg überdeckt nicht, was Anleger derzeit wirklich beschäftigt: Amazon plant Kapitalausgaben von rund 200 Milliarden Dollar, überwiegend für den Ausbau der AWS-Infrastruktur. Der freie Cashflow sank dadurch auf 11,2 Milliarden Dollar für die letzten zwölf Monate — nach 38,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Für 2026 wird ein noch höheres Investitionsvolumen erwartet, was den freien Cashflow vorübergehend ins Negative drücken könnte.

Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unter ihrem Allzeithoch, auch weil der Markt diese Investitionsphase noch nicht vollständig eingepreist hat.

Weitere Wachstumstreiber im Blick

Neben dem Filmgeschäft rücken zwei weitere Entwicklungen in den Fokus. AWS hat eine mehrjährige strategische Partnerschaft mit OpenAI geschlossen: AWS wird exklusiver Cloud-Distributionspartner für OpenAI Frontier und erhält dabei Zugang zu zustandsbehafteten Laufzeitumgebungen, während Azure die zustandslosen API-Dienste behält. Zudem bereitet Amazons Robotaxi-Tochter Zoox den Start in Austin und Miami vor — eine Entscheidung der US-Verkehrsbehörde NHTSA über den kommerziellen Betrieb wird für April 2026 erwartet.

Q1-Zahlen als nächster Prüfstein

Im vierten Quartal 2025 wuchs AWS um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar Umsatz. Die Q1-2026-Ergebnisse, die Ende April erwartet werden, werden zeigen, ob dieses Wachstumstempo anhält — und ob das Management einen konkreten Ausblick auf eine Cashflow-Erholung ab 2027 liefern kann. Analysten sehen das Kurspotenzial bei bis zu 300 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 44 Prozent entspräche.

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