Amazon gibt sich im Konflikt mit den italienischen Wettbewerbshütern kämpferisch. Obwohl ein Gericht die ursprünglich verhängte Milliardenstrafe kürzlich deutlich reduzierte, kündigte der Tech-Gigant nun Berufung an. Statt einer bloßen Schadensbegrenzung strebt der Konzern einen vollständigen Freispruch an, während an der Wall Street bereits die kommenden Quartalszahlen in den Fokus rücken.

Keine Einigung in Sicht

Der juristische Schlagabtausch in Italien geht in die nächste Runde. Ursprünglich war Amazon im Jahr 2021 wegen des Vorwurfs, seine marktbeherrschende Stellung bei Logistikdienstleistungen missbraucht zu haben, zu einer Strafe von 1,13 Milliarden Euro verurteilt worden. Ein regionales Verwaltungsgericht senkte diesen Betrag am Montag auf 752,4 Millionen Euro (rund 876,3 Millionen US-Dollar).

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Doch dieser Teilerfolg genügt dem Management nicht. Amazon beharrt darauf, dass die Sanktionen grundsätzlich ungerechtfertigt seien und strebt eine komplette Aufhebung an. Brisant ist dabei, dass auch die italienische Kartellbehörde Berufung gegen die Reduzierung einlegen will. Für Anleger bedeutet dies, dass die regulatorischen Unsicherheiten in Europa bestehen bleiben, auch wenn der Konzern finanziell gut aufgestellt ist.

Expansion und Analysten-Optimismus

Abseits des Gerichtssaals treibt Amazon seine operative Strategie voran. Berichten von Bloomberg zufolge plant das Unternehmen, seine physische Präsenz im Einzelhandel, insbesondere im Raum Chicago, auszubauen. Dieser Schritt unterstreicht, dass der E-Commerce-Riese trotz seiner digitalen Dominanz weiterhin auf eine Omnichannel-Strategie setzt, um den direkten Kundenkontakt zu intensivieren.

Die Aktie notiert aktuell bei 242,60 USD und hält sich damit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 247,38 USD, das erst vor wenigen Tagen erreicht wurde. Das Vertrauen der Analysten ist ungebrochen: Von 47 Experten raten 46 zum Kauf ("Buy"), wobei das mittlere Kursziel mit rund 295 USD noch deutliches Aufwärtspotenzial suggeriert.

Der nächste entscheidende Termin für Investoren ist der 5. Februar 2026. Dann wird Amazon seine Ergebnisse für das vierte Quartal präsentieren. Nach einem starken dritten Quartal, das durch das Cloud-Geschäft (AWS) und sprudelnde Werbeeinnahmen getragen wurde, erwartet die Wall Street für das Gesamtjahr ein deutliches Gewinnwachstum.

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