Amazon Aktie: Investitionskurs
Amazon treibt gleich zwei große Projekte voran – und das zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren vor allem auf die Kosten schauen. Denn seit den Q4-Zahlen von letzter Woche steht der Titel unter Druck, obwohl der Umsatz zulegen konnte. Können neue Fortschritte bei Kuiper und ein frisches KI-Lizenzmodell die Debatte wieder stärker auf das langfristige Potenzial lenken?
- Regulatorischer Rückenwind: US-Behörde FCC genehmigt 4.500 zusätzliche LEO-Satelliten für Project Kuiper
- Neues KI-Angebot: Marktplatz für lizenzierte, verifizierte Inhalte zum Training von KI-Modellen
- Knackpunkt am Markt: CapEx-Ziel ~200 Mrd. USD für 2026 belastet die Free-Cashflow-Erwartungen
FCC gibt Kuiper grünes Licht
Heute hat die US-Telekommunikationsaufsicht FCC den Ausbau von Project Kuiper genehmigt. Amazon darf 4.500 weitere Low-Earth-Orbit-Satelliten (LEO) ausbringen. Damit kommt das Unternehmen beim Aufbau einer großen Satellitenkonstellation einen entscheidenden Schritt voran.
Die Genehmigung passt zu Amazons angekündigter Investitionsoffensive. Das Management hat zuletzt bekräftigt, die Kapitalausgaben 2026 deutlich auszuweiten – auf rund 200 Milliarden US-Dollar. Ein Teil davon soll in das Satellitengeschäft fließen, daneben in KI sowie Rechenzentrumsinfrastruktur.
Marktplatz für KI-Lizenzen
Parallel dazu hat Amazon einen neuen Marktplatz gestartet, der Content-Anbieter und KI-Entwickler zusammenbringen soll. Laut Branchenquellen zielt die Plattform darauf ab, hochwertige, verifizierte Inhalte für das Training von KI-Modellen zu lizenzieren.
Damit positioniert sich Amazon als Vermittler in einer wachsenden Datenökonomie. Gleichzeitig entsteht ein strukturierter Ansatz für KI-Unternehmen, die statt Web-Scraping auf rechtssichere Datenquellen setzen wollen.
Zahlen stark – Kosten im Fokus
Die strategischen Updates treffen auf einen Markt, der Amazons Investitionspläne intensiv diskutiert. Seit der Veröffentlichung der Q4-Ergebnisse am 5. Februar verzeichnete die Aktie mehrere Verlusttage in Folge.
Operativ lieferte Amazon im vierten Quartal 213,4 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von 14% gegenüber dem Vorjahr und über den Erwartungen. Die Aufmerksamkeit verlagerte sich jedoch schnell auf die Finanzierung künftigen Wachstums: Das CapEx-Ziel für 2026 schürte Sorgen um den kurzfristigen Free Cashflow, der 2025 auf 11,2 Milliarden US-Dollar sank. Positiv stach AWS hervor: Der Cloud-Bereich steigerte den Q4-Umsatz um 24% auf 35,6 Milliarden US-Dollar.
JPMorgan bestätigte am 9. Februar das Rating „Overweight“ und ein Kursziel von 265 US-Dollar. Die Bank verweist darauf, dass der Infrastrukturaufbau nötig sei, um langfristige Chancen im Bereich generativer KI zu nutzen.
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