Amazon hat seine Anleger kürzlich mit massiven Ausgabenplänen verschreckt, was die Aktie spürbar unter Druck setzte – allein in den letzten 30 Tagen verlor das Papier über 16 Prozent an Wert. Doch nun zeichnet sich ab, wie der Tech-Gigant diese gigantischen Summen monetarisieren will. Berichte über einen neuen Marktplatz für Medieninhalte deuten darauf hin, dass die Cloud-Sparte AWS die Lücke zwischen Verlagen und KI-Entwicklern schließen möchte um neue Einnahmequellen zu erschließen.

Angriff auf Microsoft

Laut Berichten vom heutigen Mittwoch plant Amazon die Schaffung einer spezialisierten Plattform innerhalb des AWS-Ökosystems. Ziel ist es, Medienhäusern eine strukturierte Umgebung zu bieten, um ihre Inhalte an KI-Unternehmen für das Training von Modellen zu lizensieren. Damit adressiert Amazon einen kritischen Punkt im Bereich der generativen KI: die rechtssichere und vergütete Nutzung von Daten.

Dieser strategische Schachzug bringt Amazon in direkte Konkurrenz zu Microsoft, das kürzlich einen ähnlichen „Publisher Content Marketplace“ vorgestellt hat. Durch die Nutzung seiner dominanten Marktposition im Cloud-Bereich hofft Amazon, hochmargige Umsätze zu generieren, die helfen sollen, die enormen Infrastrukturkosten abzufedern.

Die 200-Milliarden-Dollar-Frage

Die Nachricht über die neue Einnahmequelle kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie versucht, sich zu stabilisieren. Auslöser für die jüngste Volatilität war die Ankündigung, im Jahr 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar an Investitionsausgaben (CapEx) zu tätigen. Diese Summe stellt eine Steigerung von etwa 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar und liegt deutlich über den ursprünglichen Analystenschätzungen von 146 Milliarden Dollar.

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Das Management verteidigt diesen aggressiven Kurs vehement. CEO Andy Jassy bezeichnete die aktuelle Situation als „außergewöhnlich seltene Gelegenheit“, die Zukunft des Unternehmens neu zu gestalten. Der Großteil der Gelder fließt in die AWS-Infrastruktur, insbesondere in Rechenzentren und spezielle Chips für generative KI.

Starkes Wachstum im Cloud-Geschäft

Trotz der Skepsis bezüglich der hohen Ausgaben bleibt das operative Geschäft robust. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz von AWS um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden US-Dollar, was die höchste Wachstumsrate seit über drei Jahren markiert.

Finanzanalysten haben ihre Modelle entsprechend angepasst. Institute wie JPMorgan senkten zwar ihre Kursziele auf 265 US-Dollar, behielten aber ihre positive Grundeinschätzung („Overweight“) bei. Der Konsens am Markt lautet: Die massiven Investitionen belasten zwar kurzfristig den Free Cash Flow, sind aber notwendig, um langfristig von der KI-Welle zu profitieren. Die erfolgreiche Etablierung des neuen Marktplatzes für Content-Lizenzen könnte hierbei ein entscheidender Baustein für die künftige Profitabilität sein.

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