Amazon Aktie: Positiver Höhenflug
Amazon rüstet seine Cloud-Infrastruktur auf und positioniert sich zugleich als Vermittler für KI-Trainingsdaten. Die Tochter AWS sicherte sich diese Woche strategischen Zugang zu Halbleitern – und plant offenbar einen Marktplatz, auf dem Verlage ihre Inhalte an KI-Entwickler verkaufen können.
Wichtigste Fakten:
- AWS erhält Optionsrechte auf bis zu 24,8 Millionen STMicroelectronics-Aktien
- Ausübungspreis: 28,38 Dollar; Laufzeit: sieben Jahre
- Geplanter Content-Marktplatz würde mit Microsoft konkurrieren
- AWS wuchs im Q4 um 24 % – schnellstes Wachstum seit 13 Quartalen
Chip-Deal mit Eigenkapital-Komponente
AWS weitete am Montag die Partnerschaft mit dem europäischen Chiphersteller STMicroelectronics aus. Der Vertrag umfasst die Lieferung von Halbleitern für Hochgeschwindigkeitsverbindungen und Energiemanagement in Rechenzentren.
Bemerkenswert: Die Vereinbarung enthält Optionsscheine, die AWS über einen Zeitraum von sieben Jahren den Erwerb von STMicro-Anteilen ermöglichen. Die Optionen werden gestaffelt freigegeben – abhängig vom Einkaufsvolumen bei STMicroelectronics. Amazon wird damit nicht nur Kunde, sondern potenzieller Miteigentümer des Zulieferers.
Die STMicroelectronics-Aktie legte nach Bekanntgabe zu. Es ist mindestens die zweite Kapitalbeteiligung von AWS an einem Halbleiterunternehmen. Die Struktur zeigt, wie Cloud-Betreiber Beschaffung und Investitionen verzahnen, um sich kritische Lieferketten zu sichern.
Marktplatz für Verlags-Content in Vorbereitung
Parallel dazu führt Amazon Gespräche mit Verlagen über eine Plattform, auf der Medienunternehmen ihre Inhalte direkt an KI-Entwickler lizenzieren können. Das berichtete The Information; Reuters bestätigte, dass AWS vor einer Branchenkonferenz entsprechende Präsentationsfolien an Verlage verschickte.
Die Initiative würde Amazon in direkte Konkurrenz zu Microsoft bringen, das vergangene Woche seinen Publisher Content Marketplace startete. Zu Microsofts Partnern zählen Associated Press, Condé Nast, Hearst Magazines, Vox Media und USA Today.
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Eine Amazon-Sprecherin erklärte gegenüber TechCrunch, das Unternehmen pflege langjährige Partnerschaften mit Verlagen, habe aber „aktuell nichts Konkretes zu diesem Thema mitzuteilen".
Warum Verlage Interesse zeigen
Medienhäuser bevorzugen zunehmend nutzungsbasierte Vergütungsmodelle, die sich nach der tatsächlichen Verwendung ihrer Inhalte durch KI-Systeme richten. Der Hintergrund: KI-gestützte Suchergebnisse liefern Antworten direkt aus, wodurch weniger Nutzer die ursprünglichen Webseiten besuchen – was Werbeeinnahmen schmälert.
Ein AWS-Marktplatz könnte Verlagen neue Erlösquellen erschließen und Amazon gleichzeitig als Broker für rechtlich abgesicherte Trainingsdaten etablieren.
Kontext: Starkes AWS-Wachstum im Q4
Amazon meldete am 5. Februar Quartalszahlen, die ein AWS-Wachstum von 24 Prozent auswiesen – die höchste Zuwachsrate seit über drei Jahren. Für 2026 kündigte der Konzern Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar an, verteilt auf alle Geschäftsbereiche.
Die beiden aktuellen Initiativen fügen sich in Amazons Strategie ein, die KI-Infrastruktur parallel auf Hardware- und Datenseite auszubauen. Während die STMicro-Partnerschaft die physische Basis für steigende Rechenlasten sichert, würde der Content-Marktplatz den Zugang zu qualitativ hochwertigen Trainingsdaten systematisieren.
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