Amazons Kerngeschäft steht vor einer tiefgreifenden Verschiebung – und die kommt nicht von einem Konkurrenten, sondern von KI-Assistenten wie ChatGPT. Neue Daten zeigen, wie stark generative KI bereits heute den Weg der Kunden zur Kaufentscheidung umschreibt.

KI-Referrals auf der Überholspur

Laut einer aktuellen Analyse von Euromonitor International stiegen die Weiterleitungen von GenAI-Plattformen auf US-Retailer-Websites im Jahr 2025 um insgesamt 304 Prozent – verglichen mit gerade einmal 40 Prozent Wachstum aus klassischen Quellen wie Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken. ChatGPT allein verzeichnete einen Anstieg von 367 Prozent. Besonders die Kategorien Beauty und Gesundheitsprodukte erweisen sich als Treiber, weil Verbraucher dort gezielt nach Empfehlungen suchen.

Für Amazon bedeutet das eine strukturelle Herausforderung. Wer früher direkt in die Suchleiste auf Amazon.com tippte, fragt heute zunächst seinen KI-Assistenten. Damit verliert der Konzern potenziell die erste Stufe des Kauftrichters – und damit einen Teil seiner jahrelang aufgebauten Marktmacht.

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Eigene KI gegen den Kontrollverlust

Amazon reagiert mit einer klaren Gegenstrategie: Der Konzern baut eigene KI-Fähigkeiten auf und hält dabei die Kontrolle über die Shopping-Umgebung möglichst eng. Konkurrenten wie Target setzen stattdessen auf Partnerschaften mit externen GenAI-Plattformen, Walmart kombiniert beides.

Parallel dazu treibt Amazon die Liefergeschwindigkeit weiter voran. In ausgewählten US-Regionen testet der Konzern aktuell Ein- und Drei-Stunden-Lieferoptionen – eine Eskalation im Wettbewerb um Bequemlichkeit, die allerdings für Nicht-Prime-Kunden mit deutlichen Aufpreisen verbunden ist.

Weniger Post, mehr Eigenlogistik

Auf der Logistikseite vollzieht Amazon einen weiteren bedeutsamen Schritt. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge plant der Konzern, die über den US-amerikanischen Postdienst USPS abgewickelten Sendungen bis zum Herbst 2026 um mindestens zwei Drittel zu reduzieren – sobald der bestehende Vertrag ausläuft. Für die Behörde, die Amazon lange als wichtigsten Einzelkunden zählte, dürfte das ein erheblicher Einnahmeausfall sein. Amazon baut damit konsequent auf sein eigenes Netzwerk – und macht sich von staatlicher Infrastruktur unabhängiger.

Drei Entwicklungen gleichzeitig: KI-getriebene Veränderungen im Kaufverhalten, schnellere Lieferoptionen und der Rückzug aus der Postlogistik. Für Anleger zeigt sich Amazon einmal mehr als Unternehmen, das bestehende Strukturen lieber selbst umbaut, bevor es andere tun.

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