Amazon investiert aggressiv in künstliche Intelligenz und plant Ausgaben in Rekordhöhe, um die Marktführerschaft zu sichern. Doch während der Tech-Gigant mit einer neuen Plattform in den Gesundheitsmarkt vordringt, sorgt der wichtigste KI-Partner Anthropic für Unruhe. Ein Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium wirft Schatten auf die kostspielige Wachstumsstrategie des Konzerns.

Ärger mit dem Pentagon

Im Zentrum der aktuellen Unsicherheit steht Anthropic, Amazons wichtigster Verbündeter im KI-Rennen, in den seit 2023 rund 8 Milliarden Dollar flossen. Das US-Verteidigungsministerium stufte das Startup nun offiziell als Sicherheitsrisiko für die Lieferkette ein. Auslöser war die Weigerung von Anthropic, dem Militär uneingeschränkten Zugriff auf seine Technologie für Anwendungen wie Massenüberwachung oder autonome Waffen zu gewähren.

AWS reagierte umgehend mit dem Versuch der Schadensbegrenzung. Ein Sprecher stellte klar, dass Kunden die Modelle weiterhin für alle nicht-militärischen Zwecke nutzen können. Dennoch wiegt der Schritt schwer: Anthropic verliert nicht nur potenziell lukrative Regierungsaufträge, sondern muss sich nun gerichtlich gegen die Einstufung wehren. Für Amazon, das gerade ein riesiges Rechenzentrum speziell für Anthropic errichtet, ist dies ein empfindlicher Störfaktor.

Angriff auf den Gesundheitssektor

Um die enormen Investitionen zu rechtfertigen, sucht Amazon abseits der Politik nach neuen Einnahmequellen. Mit der Einführung von "Amazon Connect Health" greift AWS gezielt den 5-Billionen-Dollar-Gesundheitsmarkt in den USA an. Die neue KI-Lösung soll den massiven administrativen Aufwand in Kliniken reduzieren.

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Erste Daten zeigen, dass das Personal in Gesundheitssystemen bis zu 80 Prozent seiner Zeit mit Verwaltungsaufgaben verbringt. Die neue Plattform automatisiert Prozesse wie Terminvergabe und Patientenverifizierung. Frühe Tests an der UC San Diego Health zeigten bereits signifikante Zeiteinsparungen.

Investitionen belasten den Cashflow

Diese neuen Erlösströme sind dringend notwendig, denn der Konkurrenzkampf mit Microsoft und Google verschärft sich. Um im KI-Wettlauf nicht den Anschluss zu verlieren, plant Amazon für das Jahr 2026 gigantische Investitionsausgaben (Capex) von 200 Milliarden Dollar. Diese Strategie hinterlässt bereits Spuren in der Bilanz: Der freie Cashflow ist zuletzt deutlich gesunken und könnte im laufenden Jahr sogar negativ werden.

An der Börse reagieren Anleger zurückhaltend auf den Mix aus hohen Kosten und politischen Risiken. Die Aktie schloss am Freitag bei 183,62 Euro und notiert damit gut 16 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Ausblick: Kartellprozess im Oktober

Für Amazon bleibt das Fahrwasser in den kommenden Monaten anspruchsvoll. Neben der Integration von KI-Lösungen und dem Management der Anthropic-Krise wartet im Oktober 2026 ein entscheidender Termin: Der Kartellprozess der US-Handelsbehörde FTC. Dabei geht es um Vorwürfe monopolistischen Verhaltens und die Nutzung von Preisalgorithmen. Der Ausgang dieses Verfahrens dürfte die langfristige Struktur des Konzerns maßgeblich beeinflussen.

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