Amazon enttäuschte mit seinen Quartalszahlen und kündigte gleichzeitig massive Investitionen an. Die Börse reagierte prompt: Die Aktie verlor nachbörslich zeitweise fast 9 Prozent. Doch was genau belastete die Anleger?

Gewinn verfehlt Erwartungen

Im vierten Quartal 2025 steigerte Amazon seinen Gewinn je Aktie von 1,86 auf 1,95 Dollar – auf den ersten Blick ein solides Plus. Doch die Analysten hatten mit 1,97 Dollar gerechnet, und diese Verfehlung kam nicht gut an. Beim Umsatz lief es besser: Hier legte der Konzern um 13,6 Prozent auf 213,4 Milliarden Dollar zu und übertraf die Prognosen von 211,3 Milliarden Dollar leicht.

Der absolute Nettogewinn kletterte von 20 Milliarden auf 21,2 Milliarden Dollar. Für das laufende erste Quartal 2026 peilt Amazon Erlöse zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden Dollar an – im Rahmen der Erwartungen.

200 Milliarden Dollar für KI und Infrastruktur

Der eigentliche Auslöser für den Kurseinbruch waren jedoch die geplanten Investitionen. Amazon will 2026 rund 200 Milliarden Dollar ausgeben – deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 146 Milliarden Dollar. Die Begründung: Starke Nachfrage und Chancen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Chips, Robotik und Satelliten.

Diese Ankündigung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Märkte zeigen sich dieser Tage nervös, wenn Tech-Konzerne hohe Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur verkünden. Die Sorge: Wann zahlen sich diese massiven Ausgaben aus?

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Parallel wurden Gespräche mit OpenAI bekannt. Amazon erwägt eine Partnerschaft, die OpenAI-Modelle in Produkte wie Alexa integrieren könnte. Im Raum steht sogar eine Investition von bis zu 50 Milliarden Dollar in das KI-Unternehmen. Die Verhandlungen sollen auch Zugang zu Amazons proprietären Chips und Cloud-Infrastruktur umfassen.

Kartellamt verhängt Strafe

Zusätzlichen Gegenwind gab es aus Deutschland. Das Bundeskartellamt untersagte Amazon die bisherige Preisteuerung auf seinem Marketplace und verhängte eine Strafe von 59 Millionen Euro. Die Behörde sieht in den Preisobergrenzen für Drittanbieter einen Missbrauch der Marktmacht. Amazon tritt auf der Plattform selbst als Verkäufer auf und steht damit im Wettbewerb zu den anderen Händlern.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt bemängelte die intransparenten Regeln: Händler könnten nicht nachvollziehen, nach welchen Grundsätzen die Preisgrenzen zustande kommen. Die Folge: Manche Anbieter können ihre Kosten nicht mehr decken und werden verdrängt. Amazon kündigte bereits an, Rechtsmittel einzulegen.

Die Amazon-Aktie notierte im NASDAQ-Handel zuletzt bei 222,11 Dollar, ein Minus von 4,67 Prozent im regulären Handel. Nachbörslich verstärkte sich der Abwärtsdruck deutlich.

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