Während prominente Hedgefonds ihre Amazon-Positionen reduzieren, signalisieren technische Indikatoren und Analystenschätzungen ein ganz anderes Bild. Die Aktie steht an einem interessanten Punkt – doch was steckt hinter den konträren Signalen?

Citadel steigt aus

Ken Griffin, Chef des Hedgefonds Citadel Advisors, hat im dritten Quartal kräftig verkauft. Die 13F-Meldungen zeigen: Griffin trennte sich von 2,1 Millionen Amazon-Aktien und verringerte seinen Bestand damit um 39 Prozent. Ein deutlicher Kurswechsel nach seiner bisherigen Akkumulationsstrategie.

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Das frei gewordene Kapital fließt offenbar in spekulative Bereiche. Berichten zufolge verlagern institutionelle Investoren Mittel in Quantum-Computing-Werte wie Rigetti Computing. Die Botschaft: Nach der langen Rally nehmen einige große Adressen Gewinne mit und suchen woanders nach höheren Renditen.

Technisches Kaufsignal aktiviert

Während Griffin verkauft, liefert die Chartanalyse ein bullisches Szenario. Die Aktie notiert derzeit nur 3 Prozent über ihrem 12-Monats-Durchschnitt – eine Konstellation, die laut Schaeffer's Investment Research in den vergangenen zwei Jahrzehnten 22-mal auftrat.

Die historischen Daten sprechen eine klare Sprache:

  • In 68 Prozent der Fälle folgte ein Kursanstieg in den nächsten drei Monaten
  • Durchschnittlicher Gewinn nach diesem Signal: 7,8 Prozent

Truist Securities unterstreicht die positive Perspektive mit einer Wachstumsprognose von 10,5 Prozent für 2026. Als Treiber nennen die Analysten Effizienzgewinne im Liefernetzwerk und den Einsatz generativer KI für personalisierte Shopping-Erlebnisse.

Operative Weichenstellungen

Amazon justiert derzeit an mehreren Fronten. In Texas zog sich der Konzern aus einem geplanten Rechenzentren-Projekt mit Fermi America zurück – die 150 Millionen Dollar schwere Finanzierungsvereinbarung wurde gekündigt. Der Schritt unterstreicht die disziplinierte Kapitalallokation bei der Infrastrukturerweiterung.

Gleichzeitig verliert das Unternehmen weiter Führungskräfte an Wettbewerber. Starbucks holt Anand Varadarajan, einen 19-jährigen Amazon-Veteranen, als neuen Chief Technology Officer. Varadarajan leitete zuletzt die Technologie für Amazons weltweites Lebensmittelgeschäft und tritt seine neue Position im Januar an.

Analystenkonsens bleibt optimistisch

Die Aktie bewegt sich deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 161,38 Dollar, kämpft aber mit Widerstand auf dem Weg zur 260-Dollar-Marke. Der breite Analystenkonsensus lautet "Strong Buy" mit durchschnittlichen Kurszielen um 298 Dollar. Die Optionsvolatilität fällt niedrig aus – Händler erwarten trotz der laufenden Konsolidierung keine extremen Preisausschläge.

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