Amazon holt zum nächsten großen Schlag im KI-Wettrennen aus. Berichten zufolge verhandelt der Tech-Gigant über eine Investition von bis zu 50 Milliarden US-Dollar in den ChatGPT-Macher OpenAI. Doch der potenzielle Deal wirft Fragen auf, da Amazon bereits tief beim Konkurrenten Anthropic engagiert ist – ein gewagter Spagat kurz vor den Quartalszahlen.

Strategische Doppelführung

Laut aktuellen Medienberichten führen Amazon-CEO Andy Jassy und OpenAI-Chef Sam Altman direkte Gespräche über den Einstieg. Die Investition wäre Teil einer gigantischen Finanzierungsrunde, die OpenAI mit rund 830 Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Neben Amazon scheinen auch Nvidia, Microsoft und SoftBank als Geldgeber bereit zu stehen.

Brisant ist dieser Schritt vor allem wegen Amazons bestehender 8-Milliarden-Dollar-Beteiligung an Anthropic, dem direkten Rivalen von OpenAI. Marktbeobachter werten dieses zweigleisige Vorgehen als strategischen Schachzug, um Amazons eigene Hardware im Markt zu verankern. Ein Einstieg bei OpenAI könnte nämlich die Bedingung enthalten, dass das Startup künftig auch auf die spezialisierten KI-Chips von Amazon zurückgreift, statt nur auf Nvidia-Hardware zu setzen.

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Umbau für die KI-Dominanz

Um diese kostspielige Strategie zu finanzieren und den Fokus zu schärfen, baut der Konzern intern radikal um. Erst kürzlich wurde bekannt, dass rund 16.000 Stellen gestrichen werden sollen – die zweite Entlassungswelle seit Oktober 2025. Die freiwerdenden Ressourcen fließen direkt in den Ausbau der Rechenzentren und die KI-Entwicklung, für die Amazon die Kapitalausgabenprognose zuletzt auf 125 Milliarden US-Dollar angehoben hatte.

Spannung vor den Zahlen

Diese massiven strategischen Weichenstellungen bilden den Hintergrund für die Quartalszahlen, die Amazon am Donnerstag, den 5. Februar, vorlegen wird. Nach einem starken dritten Quartal, in dem die Cloud-Sparte AWS um 20 Prozent wuchs, liegt der Fokus der Anleger nun auf der Balance zwischen Wachstum und den explodierenden Kosten für die KI-Infrastruktur.

An der Börse reagierten Investoren zuletzt abwartend auf die Gemengelage aus Investitionsgerüchten und Stellenabbau. Die Aktie notiert aktuell bei 239,12 US-Dollar und verzeichnete heute einen leichten Rückgang von 1,61 Prozent, hält sich aber weiterhin stabil in der Nähe des 52-Wochen-Hochs von 247,50 US-Dollar.

Der kommende Donnerstag wird entscheidend dafür sein, ob das Kerngeschäft profitabel genug bleibt, um die aggressiven Investitionspläne zu stützen. Anleger erwarten vom Management im Earnings-Call konkrete Hinweise darauf, wie sich die potenzielle Allianz mit OpenAI auf die Margen der Cloud-Sparte auswirken wird.

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