Amazon steht vor wegweisenden Entscheidungen. Während der Tech-Riese Milliarden in künstliche Intelligenz pumpen will, zieht er sich gleichzeitig aus dem Geschäft mit eigenen Lebensmittelläden zurück. Gleichzeitig verschafft Indien dem Cloud-Geschäft AWS unerwarteten Rückenwind. Am Donnerstag folgen die Quartalszahlen – und Anleger dürften vor allem auf eines achten: Wie viel Kapital fließt künftig in die KI-Infrastruktur?

50 Milliarden Dollar für OpenAI?

Die Gerüchteküche brodelt: Amazon soll in Gesprächen über eine milliardenschwere Beteiligung an OpenAI stecken, dem Entwickler von ChatGPT. Bis zu 50 Milliarden Dollar könnten auf dem Tisch liegen, die Verhandlungen werden offenbar auf CEO-Ebene geführt. Der Schritt würde zu Amazons Strategie passen, sich im KI-Rennen breit aufzustellen. Bereits in Anthropic, einen direkten OpenAI-Konkurrenten, hat das Unternehmen mehrere Milliarden investiert. Mit einem zweiten Standbein bei OpenAI könnte Amazon seine Position im Wettlauf um die führenden KI-Modelle absichern.

Indien öffnet die Tür für AWS

Für Amazon Web Services kommt Unterstützung aus unerwarteter Richtung. Die indische Regierung stellte am Sonntag ihr Budget für 2026-27 vor – mit einem attraktiven Angebot für ausländische Cloud-Anbieter. Wer Rechenzentren in Indien betreibt und von dort globale Cloud-Dienste anbietet, erhält eine Steuerbefreiung bis 2047. Zusätzlich gilt eine „Safe Harbour"-Regelung von 15 Prozent auf Kosten bei konzerninternen Dienstleistungen. Amazon hat bereits massiv in indische Rechenzentren investiert – diese Maßnahmen dürften die Profitabilität des Geschäfts deutlich verbessern.

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Rückzug aus dem Supermarkt-Experiment

Während Amazon in Zukunftstechnologien investiert, zieht es andernorts die Reißleine. Ende Januar gab das Unternehmen bekannt, sämtliche „Amazon Go"- und „Amazon Fresh"-Filialen zu schließen. Die Begründung ist eindeutig: Die Läden hätten kein „wirklich unverwechselbares Kundenerlebnis mit dem richtigen wirtschaftlichen Modell für eine großflächige Expansion" geschaffen. Stattdessen konzentriert sich Amazon künftig auf die Marke Whole Foods Market. Über 100 neue Filialen sind geplant, einige der geschlossenen Standorte sollen umgewandelt werden.

Entscheidende Zahlen am Donnerstag

Am 5. Februar nach Börsenschluss legt Amazon die Zahlen für das vierte Quartal vor. Investoren werden genau hinhören, was das Management zu AWS, dem wachsenden Werbegeschäft und den Kosten der Filialschließungen sagt. Besonders spannend dürfte die Frage werden, wie viel Kapital Amazon künftig in KI-Infrastruktur stecken will. Die Gespräche mit OpenAI und die bereits getätigten Anthropic-Investitionen deuten auf erhebliche Ausgaben hin – Ausgaben, die das freie Cashflow-Profil belasten könnten, langfristig aber entscheidend für die Wettbewerbsposition sein dürften.

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