Amazon steht vor einem wichtigen Termin: Am Donnerstag legt der Konzern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Gleichzeitig läuft intern eine weitere Umbau-Runde, die tausende Stellen in der Verwaltung betrifft. Was zählt für Anleger jetzt wirklich – und worauf kommt es beim Blick in die Bilanz an?

Zahlen am Donnerstag: Das erwartet der Markt

Die Ergebnisse für Q4 2025 kommen am 5. Februar 2026, die Telefonkonferenz ist für 2:00 p.m. PT (5:00 p.m. ET) angesetzt. Im Fokus stehen dabei nicht nur Umsatz und Gewinn, sondern vor allem die Profitabilität.

Laut Konsensschätzungen (LSEG-Daten) rechnen Analysten für das Quartal mit:

  • Umsatz: 211,3 Mrd. USD
  • AWS-Umsatz: 34,9 Mrd. USD
  • Gewinn je Aktie: 1,97 USD (plus 5,7% zum Vorjahr)
  • Operative Marge: 11,7%

Für das Gesamtjahr 2025 liegen die Erwartungen bei 714,7 Mrd. USD Umsatz und 7,14 USD Gewinn je Aktie.

Umbau im Konzern: Noch einmal 16.000 Stellen weniger

Parallel zu den Quartalszahlen sorgt der Personalabbau für Aufmerksamkeit. Ende Januar kündigte Amazon laut internem Memo weitere rund 16.000 gestrichene Corporate-Stellen an. Begründet wird der Schritt mit organisatorischen Anpassungen: weniger Hierarchieebenen, mehr Verantwortlichkeit, weniger Bürokratie.

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Bereits im Oktober 2025 hatte Amazon etwa 14.000 Stellen in diesem Bereich abgebaut. In Summe geht es damit um rund 30.000 Positionen – laut Reuters knapp 10% der Corporate-Belegschaft. Für Investoren ist das vor allem deshalb relevant, weil solche Maßnahmen typischerweise auf Effizienz und Kostenstruktur einzahlen sollen.

AWS, KI-Investitionen und der Weihnachts-Quartals-Test

Operativ liefert das dritte Quartal 2025 einen wichtigen Referenzpunkt. Damals meldete Amazon:

  • Umsatz: 180,2 Mrd. USD (+13% YoY)
  • AWS-Umsatz: 33,0 Mrd. USD (+20% YoY)
  • AWS-Backlog: 200 Mrd. USD
  • Werbeumsatz: 17,7 Mrd. USD (+24% YoY)

Besonders AWS ist der Taktgeber: Das Cloud-Geschäft wuchs in Q3 so stark wie seit 2022 nicht mehr. Der Backlog von 200 Mrd. USD gilt als Signal, dass die Nachfrage – auch für KI-Workloads – hoch bleibt. Entscheidend wird nun, ob sich dieses Tempo in Q4 hält und wie schnell sich der Auftragsbestand in Umsatz verwandelt.

Gleichzeitig schauen Anleger kritisch auf die Kehrseite der KI-Offensive: Free Cashflow war bis Q3 auf rollierender 12-Monats-Basis um 69% auf 14,8 Mrd. USD gefallen – laut Quelle vor allem wegen stark gestiegener Investitionen. Amazon hatte zudem im November 2025 15 Mrd. USD über eine Anleihe aufgenommen, um den Ausbau der KI-Infrastruktur zu finanzieren.

Und dann ist da noch der Handel: Q4 umfasst die wichtigste Saison mit Prime-Aktionen, Black Friday, Cyber Monday und Weihnachten. Genau hier muss sich zeigen, ob das Kerngeschäft die hohen Erwartungen trägt, während parallel massiv investiert und umgebaut wird.

Zum Kursbild nur das Nötigste: Die Aktie liegt aktuell bei 242,96 USD und damit nur knapp unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von 247,50 USD – der Markt geht also mit spürbaren Erwartungen in den Donnerstag. Entscheidend wird am 5. Februar sein, ob AWS-Wachstum, operative Marge und der Cashflow die Story aus Investitionen und Effizienzprogramm überzeugend zusammenbringen.

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