Siemens kauft weiter eigene Aktien zurück – und untermauert das mit operativen Fakten. Der Münchner Technologiekonzern profitiert vom KI-Boom, lieferte starke Quartalszahlen und hob die Jahresprognose an. Während der Auftragsbestand einen Rekordwert erreicht, konsolidiert die Aktie unterhalb ihres Januar-Hochs.

355.000 Aktien in einer Woche

Zwischen dem 16. und 22. Februar erwarb Siemens 354.983 eigene Aktien zu Durchschnittspreisen von rund 234 bis 245 Euro. Das laufende Rückkaufprogramm umfasst bis zu 6 Milliarden Euro über maximal fünf Jahre. Seit Februar 2024 hat der Konzern damit etwa 21,8 Millionen Aktien zurückgekauft – ein Volumen von knapp 4,4 Milliarden Euro. Im März sollen 18 Millionen Schatzaktien eingezogen werden.

Rechenzentren als Wachstumstreiber

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Auftragseingang um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 8 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis im Industriegeschäft wuchs um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, die Marge erreichte 15,6 Prozent. Der Auftragsbestand kletterte auf 120 Milliarden Euro – ein Rekord.

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Besonders stark entwickelte sich das Rechenzentrumsgeschäft mit Bestellungen im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Die US-Aufträge explodierten um 54 Prozent im Jahresvergleich, der Umsatz in diesem Segment stieg um 35 Prozent. Siemens hebt damit als Infrastrukturanbieter direkt vom KI-Ausbau ab. Das Management hob die Gewinnprognose (EPS pre PPA) für 2026 auf 10,70 bis 11,10 Euro von zuvor 10,40 bis 11,00 Euro an.

Healthineers-Abspaltung läuft

Parallel treibt Siemens den Konzernumbau voran. Der rund 67-Prozent-Anteil an Siemens Healthineers soll dekonsolidiert werden. Geplant ist, 30 Prozent der Anteile per Abspaltung an Siemens-Aktionäre zu übertragen. Details will das Unternehmen Anfang des zweiten Quartals 2026 vorlegen. Die Transaktion soll Siemens als fokussierteres Technologieunternehmen positionieren.

Analysten heben Kursziele an

J.P. Morgan-Analyst Phil Buller schraubte sein Kursziel auf 325 Euro von zuvor 300 Euro hoch und begründet dies mit Auftragsmomentum und KI-Exposure. Goldman Sachs bekräftigt eine positive Einschätzung mit Kursziel 264 Euro und verweist auf höhere Automatisierungsprofitabilität. Die Spanne der Drittanbieter-Kursziele reicht per Mitte Februar von 185 bis 325 Euro.

Die Aktie notierte am Freitag bei 246,20 Euro und liegt damit rund 6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 261,55 Euro vom 13. Januar. Am 13. Mai folgen die Q2-Zahlen – dann zeigt sich, ob der KI-Rückenwind aus Rechenzentren und Automatisierung weiter trägt.

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