Amazon hat auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas eine Doppelstrategie präsentiert: Neben neuer Hardware für das Smart Home positioniert der Konzern seine KI-Assistentin Alexa erstmals als direkte Konkurrenz zu textbasierten Chatbots wie ChatGPT. Die Frage ist, ob diese Offensive die hohen KI-Investitionen rechtfertigen kann.

Vom Sprachassistenten zum Web-Tool

Mit Alexa+ wagt Amazon den Sprung über die bisherige Sprachsteuerung hinaus. Die neue Version soll als browserbasierter Web-Assistent funktionieren und damit in den Markt der generativen KI-Tools vordringen. Begleitet wird der Launch von der Ember Artline TV-Serie – einem matten 4K-QLED-Fernseher ab 899 Dollar, der Samsungs "The Frame" Paroli bieten soll. Dazu kommen Updates für das Wearable "Bee" und ein überarbeitetes Fire TV Interface.

Auf Führungsebene verstärkt sich Amazon im Content-Bereich: Jenn Levy, ehemalige Netflix-Managerin und verantwortlich für Formate wie "Love is Blind", übernimmt ab 20. Januar die Leitung des Unscripted-TV-Segments bei Amazon MGM Studios.

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Analysten uneins über Bewertung

Die Reaktionen an der Wall Street fielen gemischt aus. Cantor Fitzgerald bestätigte zwar sein "Overweight"-Rating, senkte das Kursziel jedoch drastisch von 315 auf 260 Dollar. Begründung: eine Neubewertung trotz solider Fundamentaldaten.

Bank of America bleibt dagegen optimistisch und hält am Kursziel von 303 Dollar fest. Analyst Justin Post verweist auf die beschleunigte Umsatzdynamik bei Amazon Web Services (AWS) und die gestiegene operative Marge von rund 36,9 Prozent – ein Anstieg von über sechs Prozentpunkten binnen Jahresfrist.

Bewährungsprobe für die KI-Strategie

Die unterschiedlichen Einschätzungen spiegeln eine zentrale Debatte wider: Werfen die Milliarden-Investitionen in Rechenzentren und KI-Modelle wie Olympus und Alexa+ bereits messbaren Gewinn ab? Nach einem vergleichsweise moderaten Jahresplus von etwa fünf Prozent im Vorjahr steht CEO Andy Jassy unter Druck, die Rentabilität der KI-Offensive zu belegen.

Entscheidende Hinweise liefert der Quartalsbericht Ende Januar. Anleger werden vor allem auf die Nutzerzahlen von Alexa+ und die Margenentwicklung im Retail-Geschäft achten. Charttechnisch bewegt sich die Aktie derzeit in einer Spanne zwischen 239 und 245 Dollar – ein Ausbruch über 247 Dollar gilt als nächste Hürde für weitere Kursgewinne.

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