Alphabet steht gleich auf mehreren Fronten unter Beobachtung. Ein milliardenschwerer Zukauf ist abgeschlossen, die KI-Investitionen nehmen historische Ausmaße an — und gleichzeitig rückt ein Bundesrichter dem Werbegeschäft des Konzerns gefährlich nah.

Kartellverfahren nähert sich der Entscheidung

Im Mittelpunkt steht das Werbetechnologie-Geschäft. Richterin Leonie Brinkema vom Bundesbezirksgericht in Virginia hatte im April 2025 festgestellt, dass Google sowohl den Markt für offene Display-Werbebörsen als auch den Markt für Publisher-Ad-Server illegal monopolisiert hat. Nun steht die Entscheidung über mögliche Abhilfemaßnahmen unmittelbar bevor — darunter potenziell die Zwangsveräußerung der AdX-Börse und des DoubleClick-Ad-Servers.

Parallel dazu legte das US-Justizministerium Anfang Februar 2026 Berufung im separaten Suchmonopol-Verfahren ein. Die Behörde drängt auf schärfere Auflagen als die im September 2025 verhängten Verhaltensauflagen — bis hin zur möglichen Abspaltung von Chrome und Android.

Wiz-Übernahme und KI-Investitionen

Abseits der Rechtsstreitigkeiten hat Alphabet seine bislang größte Übernahme abgeschlossen: Am 11. März 2026 wurde die Akquisition des Cloud-Sicherheitsunternehmens Wiz für 32 Milliarden US-Dollar finalisiert. Die Integration der Plattform in Google Cloud soll die KI-gestützte Bedrohungserkennung in Multi-Cloud-Umgebungen stärken. Finanziert wurde der Deal unter anderem über eine Anleihe mit hundertjähriger Laufzeit.

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Für 2026 plant Alphabet Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar, überwiegend in KI-Infrastruktur wie Rechenzentren und KI-Prozessoren. Diese Ausgaben werden die Margen kurzfristig belasten. Das Wachstum von Google Cloud gibt der Strategie jedoch Rückenwind: Im vierten Quartal 2025 stieg der Cloud-Umsatz um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden US-Dollar, der Auftragsbestand wuchs auf 240 Milliarden US-Dollar.

CEO-Verkauf nach Plan

CEO Sundar Pichai verkaufte am 18. März 2026 rund 32.550 Aktien der Klasse C zu Durchschnittspreisen zwischen 305,60 und 310,82 US-Dollar — ein Erlös von rund 10 Millionen US-Dollar. Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines bereits im Dezember 2024 aufgesetzten 10b5-1-Handelsplans, der solche Verkäufe vorab festlegt und damit von kurzfristigen Kursüberlegungen entkoppelt.

Die Aktie verlor in diesem Umfeld rund 2,3 Prozent und notiert aktuell etwa 11 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 291,60 Euro. Wie das Kartellgericht die Abhilfemaßnahmen im Werbetechnologie-Verfahren letztlich ausgestaltet, dürfte den nächsten wesentlichen Impuls für die Bewertung liefern.

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