CSG hat kurz vor der Veröffentlichung seiner ersten Jahresergebnisse als börsennotiertes Unternehmen einen strategisch bedeutsamen Schritt vollzogen. Der tschechische Rüstungskonzern erwarb eine indirekte Beteiligung von 37 Prozent am ungarischen Fahrzeughersteller Rába — und das im Beisein von Ungarns Premierminister Viktor Orbán und dem tschechischen Industrieminister Karel Havlíček.

Rába, Tatra und HIMARS

Hinter der Transaktion steckt mehr als ein reines Finanzinvestment. CSG beteiligte sich mit 49 Prozent an der ungarischen Technologiegruppe 4iG, die ihrerseits Rába Automotive übernimmt. Der Kaufpreis für den Rába-Anteil beläuft sich auf rund 64 Millionen Euro.

Der eigentliche Kern des Deals liegt in der Produktionsstrategie: Ungarn soll die Fertigungskapazitäten für Tatra-Fahrzeuge erweitern, die CSG für Aufträge in Südostasien benötigt. 4iG hat zudem einen Vertrag über die Lieferung von mehreren tausend schweren Taktikfahrzeugen für die ungarischen Streitkräfte unterzeichnet — an deren Produktion CSG beteiligt sein wird. Außerdem sollen US-amerikanische HIMARS-Raketensysteme, die Budapest bei Lockheed Martin bestellt hat, auf Rába-Plattformen mit Tatra-Fahrgestell integriert werden.

Erste Jahreszahlen am Donnerstag

Die Akquisition fällt in eine ohnehin wichtige Woche für CSG. Am Donnerstag, den 26. März 2026, veröffentlicht der Konzern seine geprüften Jahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 — die ersten seit dem Börsengang im Januar, der als weltgrößtes Rüstungs-IPO in die Geschichte einging. Eine Analystenkonferenz per Webcast folgt um 10:00 Uhr MEZ.

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Die Erwartungen sind hoch: In den ersten neun Monaten 2025 erzielte CSG einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Analysten klar positiv gestimmt

Das Bild unter Analysten ist einheitlich: Alle acht Analysten, die die Aktie bewerten, empfehlen den Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 36,83 Euro, die höchste Schätzung bei 42 Euro. Die Deutsche Bank startete die Coverage mit „Buy" und einem Ziel von 35 Euro. Analyst Sriram Krishnan verwies auf den starken Auftragsbestand im Bereich Landsysteme und sieht CSG als zweitgrößten Munitionshersteller Europas in einer günstigen Position für den mehrjährigen Wiederauffüllungszyklus der europäischen Streitkräfte. Die Bank erwartet EBIT-Margen von bis zu 26 Prozent bis 2030.

Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs von 33,81 Euro. Ob die Jahreszahlen am Donnerstag den Abstand zu den Kurszielen der Analysten verringern, wird sich zeigen — der Markt bekommt dann erstmals ein vollständiges Bild der Konzernperformance.

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